22.10.2019 09:00 |

Passagiere sauer

Föhnsturm zwang AUA-Jet zur Rückkehr nach Wien

Ein Föhnsturm fegte am Sonntag über Tirol: Am Patscherkofel wurden Windspitzen von 143 km/h gemessen, im Tal beim Flughafen Innsbruck waren es noch immerhin 90 km/h. Trotz dieser widrigen Bedingungen machte sich am Abend ein AUA-Jet von Wien aus auf den Weg nach Innsbruck. Was folgte, war eine Odyssee, die nach Stunden wieder am Ausgangsort endete. Die Passagiere waren sauer.

Dass der Innsbrucker Flughafen so seine Tücken hat, müsste bei allen Fluglinien inzwischen hinlänglich bekannt sein. Widrigste Wetterverhältnisse waren für Sonntag vorausgesagt, dennoch machte sich am Abend der mit 114 Passagieren fast voll besetzte Kurzstrecken-Jet Embraer 195 von Wien aus auf den Weg nach Innsbruck.

Orkanartige Böen
Die planmäßige Landung war für 21.45 Uhr vorgesehen. Doch daraus wurde nichts. Orkanartige Böen zwangen die Maschine, in der Luft zu bleiben. Zur Verwunderung der Passagiere flog der Jet an Innsbruck vorbei bis Höhe Landeck, drehte dort und flog schnurstracks nach Wörgl, wo er mehrere Schleifen drehte.

Schließlich gaben die Piloten auf und machten sich auf den Weg zurück nach Wien. Die Reisenden konnten dort entscheiden, ob sie mit dem Bus nach Innsbruck fahren oder am nächsten Tag fliegen.

„Wir entschuldigen uns bei den Passagieren“
„Die Windsituation in Innsbruck hat sich schlagartig geändert, eine halbe Stunde vorher wäre eine Landung noch möglich gewesen“, sagt eine AUA-Sprecherin zu dem kuriosen Fall. „Wir entschuldigen uns bei den Passagieren. Sicherheit geht vor.“ Das Problem seien massive Scherwinde aus allen Richtungen gewesen.

Philipp Neuner
Philipp Neuner
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