Gewerkschaft:

„Neue Parkgebühren für Beamte sind Frechheit“

Tirol
18.10.2019 09:00

Für einen Parkplatz auf dem Anstaltsareal zur Kasse gebeten werden österreichweit ab 1. November - wie berichtet - die Justizwache-Beamten. Von den Parkgebühren befreit bleiben mitunter Häftlinge. Herbe Kritik wird nun von der Gewerkschaft des „Ziegelstadls“ laut.

Bisher haben all jene Justizwache-Beamte, die mit dem Fahrzeug zur Arbeit gefahren sind, kostenlos parken dürfen. Doch damit ist es in rund zwei Wochen endgültig vorbei. Denn Abstellgebühren werden fällig. Ausgenommen von dieser Weisung sind nicht nur Anwälte und Besucher, sondern auch so genannte Freigänger, die mit ihrem Wagen untertags zur Arbeit fahren und die Nacht innerhalb der Anstalt verbringen müssen.

„Alles für die Insassen, nichts für die Beamtenschaft“
Eine neue Regelung, die - wenig überraschend - der Gewerkschaft des „Ziegelstadls“ sauer aufstößt. „Es wird weiterhin alles für die Insassen, aber nichts für die Beamten gemacht“, findet Gewerkschafter Oliver Wille klare Worte und ergänzt: „Für einen nicht überdachten Parkplatz sind künftig rund 25 Euro pro Monat fällig, für einen überdachten Parkplatz sprechen wir von rund 35 Euro pro Monat.“

Das Einführen der Parkgebühren sei gegenüber den Beamten, von denen ohnehin schon aufgrund der kräfteraubenden Arbeitsbedingungen zahlreiche am Limit seien, eine Frechheit und nicht nachvollziehbar.

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