Die Umweltschützer sind nicht generell gegen den Ausbau der Wasserkraft. "Die meisten Anlagen sind jedoch Kleinkraftwerke. Sie leisten einen marginalen Beitrag zur Versorgungssicherheit. Es wird mehr zerstört, als erzeugt", erklärt Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes.
Projekte bisher geheim gehalten
Um keine Einwände gegen die Ausbaupläne zu riskieren, werden die Projekte von der Stromlobby oft geheim gehalten. Der Umweltdachverband hat jetzt aber eine Liste mit den Standorten der Vorhaben im Internet veröffentlicht. Das Erschreckende: Der Bau Dutzender Kraftwerke wurde auch in Natura-2000-Gebieten, in Nationalparks, in "Sonderschutzgebieten" sowie an Flüssen und Bächen mit gutem Gewässerzustand beantragt.
"Allein an der Lieser sollen sieben neue Kraftwerke errichtet werden. Die Lieserschlucht würde damit trockengelegt werden und das gesamte Ökosystem zerstört", warnt Florian Hubmann. Er spricht für die "Interessensgemeinschaft Lieser", die den Fluss in der jetzigen Form erhalten möchte. Mehr als 1.000 Unterschriften wurden bereits gegen den Ausbau gesammelt.
Sorge um Fischbestände
Gegen viele der geplanten Kraftwerke laufen auch die Fischer und Naturschützer Sturm. Weil die Fischbestände massiv unter den neuen Kraftwerksbauten leiden würden, wurden gegen mehrere Vorhaben Beschwerden eingebracht.
von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.