Bald Präsident?

Klitschko will in der Ukraine als Politiker ganz nach oben

Ausland
27.05.2010 14:19
Vitali Klitschko ist nicht nur der amtierende Boxweltmeister im Schwergewicht, sondern in seinem Heimatland Ukraine auch Politiker. In seiner Eigenschaft als Vorsitzender der "UDAR"-Partei erwägt der 38-Jährige, sich für das Amt des Präsidenten zu bewerben.

Klitschko verurteilte die häufigen Tumulte im Parlament von Kiew als peinlich und unwürdig: Dies sei nicht europäischer Standard, betonte der Boxweltmeister, der am Samstag in Gelsenkirchen seinen WM-Titel gegen den Polen Albert Sosnowski verteidigt.

"Was im Parlament abgeht, ist reine Show"
Klitschko erklärte die Zwischenfälle mit den ethnischen Unterschieden in seinem Land: "Die Ukraine ist ein Vielvölkerstaat mit rund 90 Nationalitäten - Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft, Sprache, Mentalität, Kultur, Religion", betonte er. Die Folge davon seien viele politische Splittergruppen. Jede dieser Gruppen wolle im Parlament von Kiew möglichst medienwirksam ihre Präsenz gegen die jeweils andere Gruppe zeigen. "Was da manchmal im Parlament von Kiew abgeht, ist reine Show", fügte der 38-Jährige hinzu.

Den Namen seiner Partei - "UDAR" bedeutet so viel wie Schlag - erklärte der Boxweltmeister auf diese Weise: "Nur gemeinsam sind wir stark - wie die fünf Finger einer Faust. Ein Finger alleine richtet wenig aus", sagte er.

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