"Die Nr. 53 war's"

Drogenhandel im Heim: Dealer von Kunden entlarvt

Kärnten
27.05.2010 12:54
Wegen Drogenhandels in einem Asylantenheim hat sich am Mittwoch ein Nigerianer am Landesgericht Klagenfurt verantworten müssen. Wenn es nicht um harte Drogen und menschliches Elend ginge, wäre diese Verhandlung fast zum Schmunzeln. Zunächst kommt der Angeklagte nicht. Dann fällt ein Zeuge aus, weil er gerade erst verhaftet wurde. Schließlich doziert ein Cannabiskunde über die Klagenfurter Szene.

"Die Schwarzafrikaner schauen für mich in der Nacht alle gleich aus", erklärt der Zeuge, der beim Angeklagten Marihuana gekauft haben soll. "Aber beim Asylantenheim gehen zwei Lichter an, wenn man zur Übergabe kommt – und das ist der Moment, wo man den Verkäufer erkennen kann!"

"Das ist er"
So will er auch den 24-Jährigen identifiziert haben: "Er war ein eleganter Dealer, richtig stylish, mit Polohemd." Als die Klagenfurter Polizei ihm einen mittlerweile schon sehr dicken Katalog mit den Fotos verdächtiger Nigerianer vorlegt hatte, entschied er sich für die Nummer 53: "Das ist er!"

Weil der Verdächtige dem Prozess aber wegen Krankheit fernblieb, gibt es erst beim nächsten Anlauf eine Gegenüberstellung. Dass in seiner Abwesenheit verhandelt wurde, ist rechtlich möglich.

von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"

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