Sadistische Tat
D: Stiefmutter verbrüht absichtlich Sechsjährige
Die 22 Jahre alte Frau soll dem Mädchen die heiße Flüssigkeit als Strafmaßnahme in den Schoß gegossen haben. Das Kind sei mit den schweren Verletzungen fünf Tage zu Hause gewesen, ehe der 41 Jahre alte Vater es am 9. Mai in die Klinik brachte. Die Kleine habe ein Martyrium durchlitten, sagte Polizeisprecher Peter Beck. Die Verletzungen vor allem an den Oberschenkeln waren laut Behörden so schwer, dass eine Hauttransplantation nötig war. Möglicherweise seien weitere Operationen erforderlich, erläuterte die Polizei.
Der Vater hatte im Krankenhaus zunächst angegeben, dass das Kind einen Topf mit Nudelwasser vom Herd gezogen und sich auf diese Weise verbrüht habe. Die Ermittlungen ergaben aber, dass die Angaben nicht stimmen konnten. Die Ärzte stellten außerdem Narben von weiteren Verletzungen fest. Zudem vertraute sich das Kind einem Zeugen an. Die Narben früherer Verletzungen, die von den Ärzten festgestellt wurden, stammten nach ersten Ermittlungen teilweise von Brandwunden.
Am Freitag wurden der Vater und die Stiefmutter festgenommen, das Amtsgericht erließ Haftbefehl. Das Mädchen und ein gemeinsames Kind der Eheleute, das unverletzt ist, wurden vom Jugendamt in Obhut genommen.
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