Deutschland ist mit einem Nächtigungsanteil von 40,4 Prozent der größte Auslandsmarkt in Kärntens Sommertourismus. "Österreich hat aber leider ein langweiliges Image", sagte Kresse. Eine Kampagne unter dem Motto "Österreich neu entdecken" soll das angestaubte Image nun aufpolieren.
Die Marketingkooperation mit der Skihalle in Bottrop in Nordrhein-Westfalen wurde nach bald neun Jahren beendet. Grund seien Einsparungsmaßnahmen, erläuterte Kresse. Das für Werbemaßnahmen in der kommenden Wintersaison in Bottrop geplante Geld sei nun für eine Sommerwerbekampagne in Österreich verwendet worden.
Verstärkt kurzfristige Buchungen
"Die Geschwindigkeit, wie sich der Tourismusmarkt verändert, ist dramatisch rasant", sagte Kresse. Aus Sicht der KW gelte es deshalb, "die Betriebe fit zu halten". Betrug eine durchschnittliche Verweildauer eines Gastes im Sommer 1989 noch 7,7 Tage, waren es im vergangenen Jahr nur mehr 4,9 Tage. Bedingt durch das Medium Internet seien verstärkt kurzfristige Buchungen zu verzeichnen, so Kresse.
"Entschlackungskur" für Gesetz
Bis Ende des laufenden Jahres soll für Kärnten ein neues Tourismusgesetz ausgearbeitet sein. "Das aktuelle Gesetz ist 18 Jahre alt und braucht eine Entschlackungskur", erläuterte Tourismuslandesrat Josef Martinz (ÖVP). Das neue Gesetz soll 2012 in Kraft treten und die Reorganisation festgefahrener Strukturen sowie eine drastische Reduzierung von bürokratischem Aufwand mit sich bringen.
Für die kommende Saison erhoffen sich die Touristiker einen Zuwachs der Gästezahlen. Im Sommer 2009 lag die Zahl der Übernachtungen bei 9.071.075, was einen Rückgang von 1,2 Prozent im Vergleich mit dem Jahr davor bedeutete.
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