Bevölkerung wächst

Österreicher immer älter: Über 1.000 Hundertjährige

Österreich
19.05.2010 11:32
Weniger Kinder, aber mehr Zuwanderer - diese Kombination hat Österreich ein Bevölkerungswachstum von 20.000 Personen (plus 0,2 Prozent) auf 8,375 Millionen Menschen beschert (Stichtag 1. Jänner 2010). Auffällig ist vor allem, dass das Land immer älter wird: Erstmals gibt es etwa mehr als 1.000 Hundertjährige und noch Ältere. Zudem stellen die Deutschen erstmals die größte Ausländergruppe in der Alpenrepublik (siehe Video).

Während es in Österreich nur 1.245.000 (14,9 Prozent) Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren gibt, sind 5.654.500 (67,5 Prozent) Menschen im Erwerbsalter zwischen 15 und 64 Jahren. 17,6 Prozent der Bevölkerung (1.476.000) zählen 65 oder mehr Lenze. Das Durchschnittsalter liegt bei 41,5 Jahren - das sind rund zwei Jahre mehr als noch vor zehn Jahren.

Nur Kärnten mit rückläufiger Entwicklung
Das stärkste Wachstum wurde im Vorjahr vor allem durch Zuwanderung in Wien (plus 0,7 Prozent) erzielt. Kärnten war hingegen das einzige Bundesland mit einer rückläufigen Entwicklung (minus 0,2 Prozent). Verantwortlich dafür waren sowohl eine negative Geburtenbilanz als auch ein Abwanderungsüberschuss in andere Bundesländer.

Die Zahl der Neugeborenen sank im Vorjahr um 1,8 Prozent bzw. um 1.408 auf 76.344. Gleichzeitig erhöhte sich laut Statistik Austria die Zahl der Sterbefälle um 3,1 Prozent auf 77.381. Erstmals seit 2003 fiel damit die Geburtenbilanz negativ aus. Der laut Statistik Austria zum Teil methodisch bedingte Anstieg der Sterbefälle reduzierte die Lebenserwartung bei der Geburt um 0,2 Jahre bei Männern bzw. 0,1 Jahre bei den Frauen auf 77,4 bzw. 82,9 Jahre.

Geburtenrückgang in allen Bundesländern
In allen Bundesländern wurden Rückgänge bei den Geburten verzeichnet: Überdurchschnittlich fielen sie u.a. in Salzburg (minus 4,0 Prozent), im Burgenland (minus 3,7 Prozent) und in Kärnten (minus 3,3 Prozent) aus. Die Steiermark und Vorarlberg verzeichneten mit je minus 0,7 Prozent noch die besten Zahlen. Frauen bekamen ihre Kinder im Durchschnitt mit genau 30,0 Jahren, beim ersten Kind betrug das Durchschnittsalter 28,2 Jahre.

Die Unehelichenquote stieg von 38,8 auf 39,3 Prozent und war traditionell in Kärnten (53,2) und der Steiermark (47,7) am höchsten. Hingegen wird wieder mehr geheiratet: 35.469 Hochzeiten bedeuten 0,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

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