19-jähriger Rumäne:

Mit 200 km/h am Motorrad Polizei davongerast

Monatelang spielte ein junger Rumäne auf seinem Motorrad mit den Polizisten im Bezirk Linz-Land Katz und Maus, raste den Streifen mit bis zu 200 km/h davon. Nun konnte der 19-jährge endlich ausgeforscht und angezeigt werden.

Ein vorerst unbekannter Lenker eines weißen Motorrades entzog sich am 10. und 18. August 2019 im Bereich der B1 und A7 in Linz bzw. Bezirk Linz-Land mehrmals der Anhaltung durch Linzer Polizeistreifen und Streifen der Landesverkehrsabteilung OÖ. Jedes Mal flüchtete er mit Geschwindigkeiten über 200 km/h und unter Missachtung sämtlicher Verkehrsregeln.

Mehrere Streifen scheiterten
Am 30. August 2019, 20 Uhr versuchten mehrere Polizeistreifen der Bezirke Linz-Land und Wels-Land sowie eine Zivilstreife der Landesverkehrsabteilung das Motorrad, das auf der B1 von Traun Richtung Wels fuhr, anzuhalten. Mit Geschwindigkeiten jenseits von 200 km/h flüchtete der Lenker, wobei er mit dieser Geschwindigkeit auch Kreuzungen bei Rotlicht überquerte und trotz Gegenverkehrs überholte. Eine Straßensperre auf der B1 in Marchtrenk umfuhr er auf extrem gefährliche Weise.

Polizist konnte ihn an den Schultern fassen
Einen Tag später fiel der Motorradlenker einer Zivilstreife der Landesverkehrsabteilung OÖ abermals auf der B1 auf. Im Bereich der alten Traunerkreuzung wurde versucht durch ein quergestelltes Polizeifahrzeug den Motorradfahrer anzuhalten. Ein Polizist konnte den Lenker dabei an den Schultern fassen. Unter größter Sturzgefahr gelang es dem Motorradfahrer erneut zu flüchten. Bei der Verfolgung durch das Stadtgebiet Traun kollidierte er seitlich mit einem Zivilstreifenfahrzeug und flüchtete erneut mit über 200 km/h.

Großflächige Fahndungen verliefen immer negativ 
Bei den Fahrten waren abwechselnd zwei gestohlene Kennzeichen montiert. Polizisten der Landesverkehrsabteilung starteten umfangreiche Erhebungen und Befragungen. Schließlich konnten sie einen 19-jährigen Rumänen aus dem Bezirk Wels-Land als Lenker ausforschen. Nach anfänglichem Leugnen zeigte er sich nach Konfrontation mit den Ermittlungsergebnissen größtenteils geständig. Das Motorrad, eine Honda CBR 900 Fireblade Rennstreckenmotorrad mit nachträglich montierter Beleuchtungsanlage, hatte der Rumäne zwischenzeitlich samt den beiden gestohlenen Kennzeichentafeln nach Rumänien verkauft und außer Landes gebracht.

Keine Führerschein, Motorrad nicht zugelassen
Als Grund für das extreme Fluchtverhalten gab der 19-Jährige an, er besitze keinen Führerschein, das Motorrad sei nicht zum Verkehr zugelassen gewesen, er habe gestohlene Kennzeichen montiert und Angst vor einem Aufenthaltsverbot bzw. einer Abschiebung gehabt.

Nur durch Glück kein schwerer Unfall
Es ist sehr glücklichen Umständen geschuldet, dass es bei den geschilderten Fahrten zu keinen schwerwiegenden Unfällen mit Unbeteiligten gekommen ist. Der Rumäne wird der Staatsanwaltschaft Linz und den Verwaltungsbehörden wegen dutzender Verwaltungsübertretungen angezeigt werden.

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