Diskussion um Vorfall

Kind in Bus vergessen: „Ein anspruchsvoller Job“

Der Dreijährige, der in der Vorwoche in Dorf an der Pram drei Stunden im Kindergartenbus „vergessen“ wurde, sorgt weiter für Gesprächsstoff. Gunter Mayrhofer, Fachgruppenobmann des oö. Beförderungsgewerbes: „Ein bedauerlicher Vorfall. Als offizieller Vertreter entschuldige ich mich bei dem Kind und der Familie.“

„Unvorstellbar. Ich wäre davon ausgegangen, dass so etwas nicht passieren kann“, sagt Gunter Mayrhofer und ergänzt: „Gerade damit so etwas nicht passiert, wurde bei Kindergartentransporten neben dem Chauffeur eine Begleitperson eingeführt. Sie sitzt in der Mitte bei der Schiebetür, damit sie alle Kinder gut im Blick hat.“

Fehlen fiel nicht auf
In Dorf an der Pram hat die Aufsichtskette gar nicht funktioniert: Die Begleitperson musste einen Kindersitz zum zweiten Bus bringen. Im Kindergarten, wo nur eine Pädagogin im Dienst war, fiel das Fehlen des kleinen Buben auch nicht auf.

„Davon kann keiner leben“
Für Transportunternehmer Gunter Mayrhofer, der gerade erst bei einem Aktionstag für eine faire Bezahlung der Kindergarten- und Schultransporte geworben hat, zeigt sich aber auch ein grundsätzliches Problem: „Die Fahrten zum Kindergarten spielen sich innerhalb einer Stunde ab. Von so einer Tätigkeit kann normalerweise keiner leben. Wir brauchen eine vernünftige Bezahlung. Es ist schließlich ein sehr anspruchsvoller Job. Es geht um die Sicherheit der Kinder.“ Mayrhofer will damit, darauf legt er großen Wert, das Fehlverhalten der handelnden Personen in Dorf an der Pram nicht entschuldigen.

„Vergessenes Kind“ hat Folgen
Auch im Dorfer Kindergarten hat das „vergessene Kind“ konkrete Folgen. Nun muss täglich um 8.45 Uhr eine Bestandskontrolle durchgeführt werden, ob auch alle Kinder da sind. Das sollte eigentlich längst eine Selbstverständlichkeit sein

Claudia Tröster
Claudia Tröster
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