Times-Square-Bombe
Drei Festnahmen nach Razzien im Nordosten der USA
Ein Sprecher des Justizministeriums betonte, den Festgenommenen werde kein terroristisches Motiv vorgeworfen. Dennoch sprach Minister Holder von einem "bedeutenden Schritt" bei den Ermittlungen zu dem Anschlagsversuch vom 1. Mai auf dem New Yorker Times Square. Es gebe "zumindest Anlass" zu glauben, dass die Festgenommenen Shazad mit Geld versorgt hätten. "Also versuchen wir herauszufinden, was für Transaktionen das genau waren und welches Ziel sie hatten."
Shazad war nach bisherigen Erkenntnissen arbeitslos und pleite, sein Haus in Connecticut wurde zwangsversteigert. Er hatte aber eine Wohnung und ein Auto. Zudem zahlte er 1.300 Dollar (rund 1.000 Euro) für den Geländewagen, den er mit Propangasbehältern, Benzinkanistern und Feuerwerkskörpern am Times Square abstellte. Der Sprengsatz war rechtzeitig entdeckt und entschärft worden.
Tankstelle durchsucht
Nach US-Medienberichten gab es am Donnerstag mehrere Razzien in den US-Bundesstaaten New York, New Jersey, Connecticut und Massachusetts. In dem Bostoner Vorort Brookline in Massachusetts durchsuchten Polizisten, FBI-Agenten und Mitarbeiter der Einwandererbehörde eine Tankstelle. Hubschrauber überflogen den Ort, der abgesperrt wurde. Eine andere Razzia fand in einer Wohnung in Watertown westlich von Boston statt.
Verbindungen zu Taliban
Ein in Pakistan festgenommener Verdächtiger bezeichnete sich unterdessen als Komplize Shazads, der ebenfalls aus Pakistan stammt, aber einen US-Pass hat. Wie die "Washington Times" unter Berufung auf US-Vertreter berichtete, lieferte der Mann Beweise für Verbindungen zwischen dem Anschlagsversuch und den pakistanischen Taliban. Auch Justizminister Holder sagte am Donnerstag, es gebe Beweise dafür, dass die Taliban hinter dem vereitelten Attentat steckten.
Shazad war Anfang vergangener Woche in einem startbereiten Flugzeug in New York von FBI-Beamten festgenommen worden. Er wollte nach Dubai fliegen. Er ist wegen Terrorismus, des versuchten Einsatzes einer Massenvernichtungswaffe und der versuchten Zerstörung eines Gebäudes angeklagt. Bei einer Verurteilung droht ihm lebenslange Haft.
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