Lukas Weißhaidinger

Für Diskus-Ass ist die Erntezeit gekommen

Mit Rang 2 beim Diamond-League-Finale kassierte Lukas Weißhaidinger mit 20.000 Euro das höchste Preisgeld der Karriere und untermauerte die Stellung als Medaillenkandidat bei der WM

Bei regnerisch-kalten Verhältnissen blieb er in Brüssel cool, fixierte beim Diamond-League-Finale mit 66,03m hinter dem großen Favoriten Daniel Stahl (Sd/68,68m) und noch vor dem hinter den Erwartungen gebliebenen Titelverteidiger Fedrick Dacres (Jam/ 65,27m) Platz 2. „So eine Weite auf nassem Boden und Zweiter – damit war eigentlich nicht zu rechnen“, strahlte Diskus-Star Lukas Weißhaidinger.

20.000 Euro
Der sich auch über 20.000 Euro und damit über das höchste Preisgeld seiner Karriere freuen durfte. Endlich ist für den Innviertler, der wie Coach Högler über das Gerücht genervt war, dass der Diskuswurf 2020 nicht mehr in der Diamond League vertreten sein soll, nach jahrelangen bescheiden entlohnten Qualen auch finanziell die Erntezeit gekommen. „Viele denken ja, wir sind alle Millionäre. Dabei hab’ ich etwa einen Kredit laufen für die Wohnung, dank der ich in Wien trainieren kann“, sagte der 27-Jährige zuletzt.

„Viel Herzblut“
Lukas weiß: „Viel Herzblut und Leidenschaft waren notwendig - es war ein langer Weg, dorthin zu kommen, wo ich jetzt bin.“ Nämlich an der absoluten Weltspitze. So reist der Taufkirchener in Abwesenheit von Stahl sogar als Nr. 1 zum „Kontinental-Match“ Europa – USA am Dienstag in Minsk. Und nach seinem vierten (!) Stockerlplatz dieser Diamond-League-Saison zählt er Ende September in Doha auch zu den Medaillenkandidaten bei der WM, für die Sponsor Helvetia Stockerl-Prämien von 75.000, 50.000 bzw. 25.000 € ausgelobt hat.

Quartett bei der WM
Für die WM nominierte der ÖLV nun neben Lukas die Ebenseerin Verena Preiner, ihre Welser Mehrkampfkollegin Ivona Dadic sowie Marathonmann Lema Ketema. Valentin Pfeil verzichtet wie Peter Herzog und Eva Wutti freiwillig, um sich im Herbst mit einem schnellen Marathon in eine gute Ausgangsposition für einen Olympia-Startplatz zu bringen.

Oliver Gaisbauer, Kronen Zeitung

Oliver Gaisbauer
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