Westring-Bau in Linz

1500 Tonnen Fels in die Luft gejagt - ohne Panne!

Dieses Mal ging alles gut. Am Dienstag um 10.10 Uhr knallte es weithin hörbar in Linz. Die mit Abstand größte Sprengung im Zuge der Errichtung des Westrings, der das Mühlviertel mit der Autobahn verbinden wird, machte aus einer 1500-Tonnen-Felsnase einen Geröll- und Schutthaufen, der artig in die Fallgrube plumpste.

In dreiwöchiger Vorlaufzeit waren 18 Bohrlöcher mit rund 13 Metern Länge in den Felsen an der „Urfahrwänd“ an der Donau unterhalb den Pöstlingbergs getrieben worden. In sie verlegten die Sprengmeister im Auftrag der Asfinag 220 Meter Sprengschnüre und 42 Kilogramm Sprengstoffpatronen. „Das war nicht leicht, denn sie mussten die Arbeiten am steilen Hang angeseilt verrichten“, sagt Projektleiter Franz Sempelmann. Am Dienstag, nachdem die Straße gesperrt worden war, knallte es. Kontrolliert landeten Hunderte Kubikmeter Gesteinsbrocken in der vorgesehenen Fallgrube. Nach 20 Minuten wurde die Verkehrssperre aufgehoben.

Zwischenfall bei Sprengung im Juli
Alles ging gut - das war aber nicht immer so gewesen: Denn Mitte Juli flogen bei der Sprengung zur Vorbereitung des Mega-Verkehrsprojekts Steine in Gärten von Anrainern, verletzt wurde glücklicherweise niemand. „Sand war unvorhergesehen aus einem Bohrloch ausgefahren“, so Sempelmann zur Ursache.

Die Sprengungen werden auf der Nordseite der Donau noch bis Jahresende dauern. Der Bau des Westrings hat drei Etappen. Die komplette Verkehrsfreigabe soll 2031 erfolgen.

Elisabeth Rathenböck, Kronen Zeitung

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