In beiden Todesfällen traf es ältere Frauen. Besonders tragisch verlief ein Brand in einem Altersheim: An einer Kerze entzündete sich die Kleidung einer Frau. Der Löschversuch im Badezimmer glückte zwar, doch starb die Frau in der Folge an einer Rauchgasvergiftung.
"Insgesamt 53 Menschen mussten wegen Rauchgasvergiftungen, Verbrennungen oder bei Löscharbeiten erlittenen Verletzungen ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen oder in Krankenhäusern stationär behandelt werden", berichtete Landesfeuerwehrinspektor Alfons Gruber am Freitag.
Trotz der geringeren Zahl an Bränden sind aber wieder viele Großschadensereignisse darunter. "In sechs Fällen wurde die Millionen-Euro-Grenze überschritten", sagte Walter Schieferer, Vorstand der Landesstelle Brandverhütung. Der höchste Brandschaden mit 2,75 Millionen Euro wurde in einem Hotel in Kössen verzeichnet.
"Wenn Menschen bei Großschadensereignissen das Dach über dem Kopf und oft auch ihre betriebliche Existenzgrundlage verlieren, ist dies besonders tragisch", stellte Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Steixner fest. "Gerade ist solchen Fällen sind wir bemüht, rasch und unbürokratisch zu helfen." Für mehr als gerechtfertigt erachtet Steixner die finanzielle Unterstützung der Feuerwehren durch das Land angesichts der 15.000 Einsätze.
Die Zahl der Brandlegungen ist 2009 stark gesunken, von 43 auf 18. Steigende Tendenz weisen aber die Fehlalarme auf: 3.000 gab es im Vorjahr. Das Problem sind empfindliche automatische Brandmeldeanlagen.
von Philipp Neuner, Tiroler Krone
Symbolbild
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