31.08.2019 13:00 |

Kontrollen und Tipps

Mit Sicherheit unfallfrei ins neue Unterrichtsjahr

Die langen Sommerferien neigen sich dem Ende zu. Schon in der nächsten Woche heißt es für viele Tiroler Schüler wieder: Schulbank drücken! Damit der Start ins neue Unterrichtsjahr möglichst unfallfrei über die Bühne geht, hat die Polizei eine ganze Reihe von Maßnahmen geplant. Frei nach dem Motto: Sicher in die Schule!

Die einen können es kaum noch erwarten, die anderen hätten wohl noch ein paar Ferientage mehr vertragen. Wie auch immer: es ist kein Wunschkonzert. Bald werden landauf, landab wieder die Schulglocken läuten. Und das wiederum bedeutet, dass insbesondere in der Früh und in den Mittagsstunden zahlreiche Kids und Jugendliche unterwegs sein werden - und das Unfallrisiko deutlich steigen wird.

62 Kids verletzten sich 2018 am Schulweg
„Im Vorjahr ereigneten sich in Tirol insgesamt 305 Unfälle mit 327 verletzten Kindern. 60 davon passierten auf dem Schulweg, wobei diese 62 Verletzte forderten“, rechnet Günther Salzmann von der Landesverkehrsabteilung vor. Zum Vergleich: 2017 waren es 49 Schulwegunfälle mit 51 verletzten Schulkindern.

Runter vom Gas vor Schulen & Kindergärten
Um gefährliche und verhängnisvolle Zwischenfälle möglichst zu vermeiden, wird die Exekutive vor allem zum Schulanfang wieder zahlreiche Schwerpunktaktionen setzen. Neben der klassischen Schulwegsicherung nimmt die Polizei etwa verstärkt Temposünder ins Visier. Aber auch auf die richtige Kindersicherung im Auto und die Anhaltebereitschaft vor Schutzwegen werden die Beamten ein vermehrtes Augenmerk legen, kündigt Salzmann an. Die Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg habe jedenfalls Vorrang!

Von Verkehrserziehung bis Drogenaufklärung
Einen besonderen Stellenwert im Unterrichtsalltag wird freilich auch wieder die Verkehrserziehung einnehmen. Im vergangenen Schuljahr hat die Polizei in Tirol etwa 20.000 Kids an 400 Volksschulen auf das richtige Verhalten im Straßenverkehr vorbereitet. 7000 meisterten zudem die Radfahrprüfung. Mit dem „Fahrrad-Führerschein“ haben Kinder ab dem 9. Lebensjahr die Möglichkeit, eigenständig mit dem Radl am Straßenverkehr teilzunehmen.

Immer wichtiger wird zudem das Thema Drogen. Aufgrund dessen klärt die Polizei die älteren Schüler an Berufs- und höher bildenden Schulen über die heimtückischen Gefahren von Alkohol und Suchtgift auf. Aber auch andere Themen wie Geschwindigkeitsexzesse, Risikobereitschaft oder Mopedtuning werden gemeinsam diskutiert.

Tipps für sicheren Schulweg

  • Gehen Sie mit Ihrem Kind schon vor dem ersten Schultag den Schulweg ab und weisen Sie dabei auf lauernde Gefahren hin. Der kürzeste Weg ist nicht immer der sicherste. Kleine Umwege mit Zebrastreifen oder Ampeln sind meist sicherer.
  • Trainieren Sie mit Ihrem Kind das Verhalten beim Überqueren der Straße und an Bushaltestellen.
  • Machen Sie Ihrem Kind klar, dass es bei Schutzwegen immer warten muss, bis Autos angehalten haben.
  • Im Pkw sollten unbedingt immer altersgerechte Kindersitze verwendet werden. So wie die Erwachsenen müssen die Kids auf jeden Fall angeschnallt sein - auch auf dem Rücksitz!
  • Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr müssen beim Radfahren einen Helm tragen. Das gilt auch im Fall von Fahrradanhängern!
  • Wenn Sie auf der Fahrt zur Schule/zum Kindergarten auf das Telefonieren nicht verzichten können, verwenden Sie unbedingt eine Freisprecheinrichtung, damit Sie beim Transport Ihres Kindes kein unnötiges Risiko eingehen.
  • Generell gilt: Erwachsene sind Vorbilder! Kinder orientieren sich an Eltern und anderen Bezugspersonen, weshalb ein vorschriftsmäßiges Verhalten ganz besonders wichtig ist.
Hubert Rauth
Hubert Rauth
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