22.08.2019 22:51 |

Internationale Warnung

Listeriose: Eine Tote, 150 Erkrankte in Spanien

Wegen eines Listeriose-Ausbruchs in Spanien hat das Gesundheitsministerium in Madrid eine internationale Warnung herausgegeben. Eine 90-jährige Frau starb in Sevilla an den Folgen der bakteriellen Infektionskrankheit, bei 150 weiteren Menschen wurde die durch verseuchte Lebensmittel übertragene Erkrankung bereits diagnostiziert. Weitere 500 Verdachtsfälle werden laut Gesundheitsministerin Maria Luisa Carcedo untersucht.

Verseuchter faschierter Braten aus einer Anlage in Andalusien dürfte der Infektionsherd gewesen sein. Die meisten Verdachtsfälle sind bisher zwar dort aufgetreten, aber auch aus der Hauptstadt und anderen Landesteilen gab es Warnungen. Listeriose ist meldepflichtig.

Die spanische Regierung informierte die Europäische Kommission und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) darüber, dass das betreffende Produkt nur in Spanien verkauft und die „nötigen Maßnahmen“ ergriffen worden seien. Die Bürger wurden aufgefordert, keine Produkte der Marke „La Mecha“ zu konsumieren. Sollte dies bereits geschehen sein und sie Symptome zeigen, solle unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, hieß es in einer Information des Gesundheitsministeriums.

Gefahr für Babys, Ältere und Menschen mit schwachem Immunsystem
Die Ansteckung mit Listerien ist für gesunde Erwachsene meist eher harmlos. Bei Schwangeren, Babys, Senioren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann die Krankheit aber tödlich enden. Anzeichen können Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall oder Erbrechen sein. Behandelt wird mit Antibiotika.

In Österreich gab es Ende 2009 und Anfang 2010 einen Listeriose-Ausbruch durch verseuchten Quargel. In Österreich und Deutschland starben mehrere Menschen.

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