Chaos vor WM
Acht Menschen bei Taxistreit in Soweto angeschossen
Johannesburgs neues Bussystem war im August 2009 - auch mit Blick auf die nahende Fußballweltmeisterschaft - auf zwei Teilstrecken unter starkem Polizeischutz gegen den Protest der Taxifahrer in Betrieb genommen worden. Traditionell stützt sich der Nahverkehr in südafrikanischen Städten auf private Sammeltaxifahrer und Unternehmer, die vor allem Minibusse betreiben.
Das oft undurchsichtige, wenig kontrollierte System dieser Unternehmen trägt aus Sicht mancher Juristen mafiöse Züge. Die Regierung in Pretoria wollte vor der WM mit einem neuen System von Bussen und Schnellbahnen den öffentlichen Nahverkehr reformieren.
Dagegen wehren sich die Taxifahrer und deren Interessengruppen seit Monaten heftig (Bild) und teilweise gewalttätig, obwohl viele Fahrer und Kleinunternehmer in das neue System - etwa als Busfahrer - integriert werden sollen. Bereits im September 2009 waren zwei Buspassagiere durch Schüsse aus einem Minibus verletzt worden.
2,5 Tonnen Sprengstoff bei Razzia sichergestellt
Sicherheitsbedenken so kurz vor dem Beginn der WM schürt indes auch der Fund von 2,5 Tonnen Sprengstoff am Freitag bei einer Razzia in Johannesburg. Zwei Verdächtige wurden der Nachrichtenagentur SAPA zufolge festgenommen, bei ihnen handelt es sich um eine 18-jährige Frau und einen 22 Jahre alten Mann. Die Polizei vermutet, dass der Sprengstoff aus einem Schiffscontainer gestohlen wurde und dazu bestimmt gewesen ist, Geldautomaten aufzusprengen.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.