13.08.2019 11:00 |

15.000 Euro Schaden

Brüder (4 und 6) ziehen Spur der Verwüstung

Die zwei haben ganze Arbeit geleistet: In Kulmbach in Bayern sind zwei Buben - vier und sechs Jahre alt - ihrer Mutter ausgebüxt und haben eine regelrechte Spur der Verwüstung durch einen Ortsteil der Stadt gezogen. Zum Einsatz kamen unter anderem ein Gasbrenner und eine Spraydose, die Folge waren ein Feuer in einem Carport, beschmierte Häuser, ein zerkratztes Auto und ein gefluteter Keller. Der Schaden beträgt rund 15.000 Euro.

Gleich mehrere Polizeistreifen hielten die zwei Brüder am Montag auf Trab, wie die Polizeiinspektion Kulmbach am Dienstag bekannt gab. Zunächst brannte im Ortsteil Ziegelhütten ein Carport, denn die Buben hatten in der Ziegelhüttener Straße einen Gasbrenner und brennbare Flüssigkeiten gefunden. Die Flüssigkeiten schütteten sie aus und zündeten sie an. Wohl erschrocken darüber, dürften die Buben versucht haben, das Feuer zu löschen - doch dabei richteten sie weiteren Schaden an.

Keller unter Wasser gesetzt, Werkzeuge gestohlen, Autos besprüht
Laut dem Polizeibericht öffneten die Brüder auf einem Nachbaranwesen die Kellertür, drehten einen Wasseranschluss auf und setzten in weiterer Folge den Keller unter Wasser. Zum Glück für die Nachbarschaft erloschen die Flammen noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte von selber.

Doch damit nicht genug: Auf ihrem Streifzug durch die Gegend nahmen sie allerlei Gegenstände mit, sie sie auch einsetzten. Mit einer Spraydose mit weißem Lack besprühten die Kinder etwa eine Haustür, ein Garagentor und zwei Autos. Einen dieser Pkw zerkratzten sie am Heck.

Brüder an „hellauf begeisterte“ Mutter übergeben
Durch eine Anwohnerin konnten die Polizisten den Vier- und den Sechsjährigen schließlich stellen. Unter Hinzuziehung des Jugendamtes wurden die Brüder an ihre - wie es von der Polizei ironisch hieß - „hellauf begeisterte“ Mutter übergeben.

Weil nicht klar ist, welchem Nachbar welche Gegenstände gehören, wurden Zeugen und weitere mutmaßlich Geschädigte gebeten, sich bei der Polizei zu melden, die nun wegen Brandstiftung, Diebstahl und Sachbeschädigung ermittelt.

Heike Reinthaller-Rindler
Heike Reinthaller-Rindler

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
800 Jobs betroffen
Tochterfirma insolvent: HTI-Konzern in Gefahr
Oberösterreich
Linzer „Krone“-Fest
Rocklegenden treffen auf Popstars und Schlager
Oberösterreich
„Krone“ dankt Helfern
„Ihr macht diese Welt um ein Stück besser!“
Steiermark
Verbal verunglimpft
Larsson trat zum 2. Mal bei Helsingborg zurück!
Fußball International
Fahrwerk gebrochen
Mega-Doppeldecker legt Bruchlandung hin
Oberösterreich
ÖVP, FPÖ & SPÖ einig
Durchschnittspensionisten: 30 Euro mehr ab 2020
Österreich
„El Nino“ hört auf
Spanien-Goalgetter Torres beendet seine Karriere
Fußball International
„Ablenkungsmanöver“
Kopftuchverbot-Ausweitung: Massive Kritik an ÖVP
Österreich

Newsletter