Das Geld sitzt beim Gast nicht mehr so locker. Das haben trotz der guten Nächtigungszahlen im Winter schon etliche Betriebe gespürt. "Die stärksten Verluste mussten die Privatzimmervermieter mit minus 6,3 Prozent hinnehmen", erklärte Tirol-Werber Josef Margreiter bei der Vorstellung der Saisonbilanz.
Der Winter wird sich mit rund 25 Millionen Nächtigungen unter den drei stärksten aller Zeiten einreihen, das ist bereits vor den April-Zahlen sicher. Am besten haben einmal mehr jene Orte und Hotels abgeschnitten, die sich spezialisiert haben und ihr Angebot anpassen. Die konnten auch das Preisniveau halten.
Laut einer Studie der Hoteliervereinigung sind das Ötztal und das Zillertal nach Wien die besten Destinationen Österreichs. Einen großen Sprung nach vorne gemacht haben die Tiroler Zugspitz Arena mit Platz 4 (früher 52) und die Kitzbüheler Alpen auf Platz 8 statt 87.
Und der Sommer?
Der Blick auf den Sommer stimmt ebenfalls recht optimistisch. Laut Tirol-Werbung-Umfrage gehen 60 Prozent der Touristiker von einem gleichbleibenden Geschäft aus, 13 Prozent erwarten sogar Steigerungen.
Gebucht wird aber immer kurzfristiger. Der Preisdruck ist im Sommer deutlich höher als im Winter. "Ich warne davor, mit Dumping-Preisen den Markt zu überschwemmen. Das schadet der ganzen Branche", redete Landeshauptmann Günther Platter den Touristikern ins Gewissen. Platter bezeichnet den Tourismus als "Fels in der Brandung der Krise". Nun sei es wichtig, das regionale Denken weiter zu verstärken: "Nicht jeder Ort braucht ein Schwimmbad. Starke Regionen sind das Ziel."
Preis und Sterne koppeln
Um einen Preisverfall zu verhindern, kann sich Platter eine Koppelung an die Sterne-Bewertung vorstellen. Sprich: Keine Halbpension um 30 Euro in einem 4-Stern-Haus. Einig sind sich alle, dass innovative Betriebe gestärkt aus der Krise hervorgehen werden.
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