Die Forscher Andrew S. Rivkin von der Johns Hopkins University im US-Staat Maryland und Joshua P. Emery von der University of Tennessee sowie das internationale Team um Humberto Campins von der University of Central Florida nutzten das Infrarot-Teleskop der US-Raumfahrtbehörde NASA auf dem rund 4.200 Meter hohen Mauna-Kea-Vulkan.
Sie untersuchten die Oberfläche des Asteroiden mit Hilfe des reflektierten Sonnenlichts. Dabei fanden sie Hinweise auf gefrorenes Wasser sowie auf organisches - sprich: kohlenstoffhaltiges - Material, wie die Planetenforscher im Fachjournal "Nature" vom Donnerstag schreiben.
Eis müsste eigentlich verdampfen
Überrascht zeigen sich die Wissenschaftler über die unerwartet große Ausbreitung des Eises. Denn eigentlich müsste das Eis wegen der Nähe zur Sonne in Milliarden von Jahren verdampft sein - trotz Temperaturen von bis zu minus 123 Grad. Weshalb das gefrorene Wasser dennoch auf dem Asteroiden vorhanden ist, ist weitgehend rätselhaft.
Asteroiden können Planetenforschern Aufschluss über die Entwicklung des Sonnensystems geben. Viele Experten gehen davon aus, dass das Wasser in den Ozeanen der Erde irgendwann von außen gekommen sein muss - möglicherweise von Asteroiden oder Kometen. Die dünne Eisschicht auf "24 Themis" ist der erste Nachweis für Wasser auf einem dieser Objekte im All.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.