11.08.2019 12:00 |

Sparsamer Hybrid

Lexus ES 300h: Japan-E-Klasse top im ADAC Ecotest

Hybridantrieb, wie ihn Toyota und Lexus verbauen, also mit stufenlosem Automatikgetriebe (CVT), ist nicht jedermanns Sache. Der aufheulende Motor, dessen Geräusch kaum mit der Beschleunigung korreliert, ist - freundlich ausgedrückt - gewöhnungsbedürftig. Aber: Der Spritverbrauch ist relativ günstig, wie der ADAC Ecotest ermittelt hat. So genehmigt sich die Fünfmeter-Limousine  Lexus ES 300h im Alltag gerade einmal 5,5 Liter auf 100 Kilometer!

Das liegt auf dem Niveau von Dieselmotoren der Konkurrenz. Innerorts verbraucht der ES 300h sogar nur 4,3 l/100 km und kann dort den Kraftstoffeffizienzvorteil des selbstladenden Hybridsystems besonders häufig nutzen: Bis zu 50 Prozent der Zeit fährt die Premium-Limousine nach Herstellerangaben elektrisch - völlig emissionsfrei und ganz ohne Ladekabel.

Bleibt das umstrittene CVT. Immerhin hängt die aktuelle Generation besser am Gas und nervt nur durch das Aufheulen des Motors beim Gasgeben, aber nicht mehr durch extrem zähe Kraftentfaltung (wie beim Coupé RC 300h, das gerade überarbeitet wurde). Die per Paddles abrufbaren virtuellen sechs Schaltstufen sind jedoch völlig sinnlos. Je sanfter man fährt, desto angenehmer wird der Antrieb mit seinen 218 PS Systemleistung (178-PS-Benziner, 120-PS-Elektromotor), weil es dann insgesamt extrem leise ist im Innenraum. Hier ist Gleiten angesagt.

Das Fahrwerk ist komfortabel ausgelegt, ohne je schwammig zu werden. Die Lenkung arbeitet vor allem im Sportmodus sehr gefühlvoll und präzise und macht es leicht, mit dem 1,7-Tonner auch schnelle Wechselkurven geschmeidig zu durcheilen.

Der Innenraum weist ansprechende Materialien auf, ist aber ein wenig ungewöhnlich gestaltet, etwa mit Hörnchen seitlich am Cockpit für Fahrmodi und ESP. Schrullig ist vor allem das Navitainmentsystem: Wegen des Touchpads mit haptischem Feedback braucht man viel Geduld, um es zu bedienen.

Die Ausstattung ist schon im Basismodell ab 52.900 Euro ziemlich komplett, LED-Scheinwerfer, Lederausstattung, Schiebedach, Rückfahrkamera, Parksensoren, Radartempomat oder auch die Notbremse mit Fußgänger- und Radfahrererkennung sind Serie.

Die Dachlinie verläuft zeitgemäß coupéhaft flach, ohne die Kopffreiheit auf den Rücksitzen wesentlich einzuschränken. Passt bis 1,90 Meter Körpergröße. Die Beinfreiheit ist ungewöhnlich opulent, der Kofferraum mit 454 Liter überschaubar und nur per Skidurchreiche erweiterbar.

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