Britische Ärzte wetzen die Messer für eine unglaubliche Operation. Sie wollen im nächsten Jahr erstmals das Gesicht eines Toten auf einen entstellten Patienten übertragen.
Die Operation könne binnen sechs Monatenstattfinden, sagt der plastische Chirurg Peter Butler. "Die Frageist dabei nicht, ob wir es tun können, sondern, ob wir estun sollten." Technisch sei eine Gesichtstransplantation auf jedenFall möglich.
Aus alt mach' neu! Nach Angaben von Butler würden für dieetwa zehnstündige Operation nur Menschen in Frage kommen,die durch Brandwunden, Unfälle oder Krebs schwer entstelltsind. Sie würden nach der Transplantation nicht genauso aussehenwie der Spender, da sich die Gesichtshaut und die Muskeln, Blutgefäßeund Nerven den jeweiligen Knochenstrukturen anpassen würden.
"Schließlich spenden wir auch Organe..." Christine Piff, Begründerin der Stiftung "Let'sFace", die selbst durch eine seltene Art von Krebs entstellt ist,äußerte sich positiv über Butlers Pläne:"Wenn wir andere Organe unseres Körpers spenden können,warum dann nicht auch ein Gesicht?"
Die Psychologin Nicola Rumsey dagegen warnte vorden möglichen Folgen. Brandopfer beispielsweise hättenschon nach weniger einschneidenden Gesichtsoperationen großeIdentitätsprobleme. "Außerdem gibt es Bedenken hinsichtlichder Familienmitglieder des Spenders", sagte sie. "Was wäre,wenn die auf der Straße plötzlich jemanden sehen würden,der aussieht wie der verstorbene Angehörige?"
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