Obmann im Gespräch

Neue Bewegung in Ortstafelfrage möglich

Kärnten
20.04.2010 17:26
In die endlose Diskussion um zusätzliche zweisprachige Ortstafeln könnte nun doch Bewegung kommen. Denn der internationale Bosnien-Beauftrage, Valentin Inzko, soll den Rat der Kärntner Slowenen übernehmen. In seine Person werden große Hoffnungen gesetzt.

Die bisherige Führung des Slowenischen Rates wurde für radikal gehalten. Valentin Inzko dagegen wird von anderen Slowenenorganisationen und den Kärntner Parteien als Mann des Ausgleichs bezeichnet, mit dem eine Lösung in der Ortstafelfrage möglich wäre.

Inzko selbst betonte, dass ein allgemeiner Konsens gefunden werden müsse, sonst gebe es nie eine Lösung. Er könne sich vorstellen, den vor Jahren ausgearbeiteten Vorschlag, der 141 zweisprachige Tafeln vorsieht, mitzutragen. Sollten später in einer Ortschaft mehr Slowenen leben, müssten aber nachträglich zweisprachige Ortstafeln aufgestellt werden.

Entscheidung noch nicht gefallen
Zum Angebot des Rates des Kärntner Slowenen, die Führung zu übernehmen, will er sich aber noch nicht festlegen: "Ich muss mir erst ein klares Bild machen." Der Diplomat gab zu bedenken, dass seine Aufgabe in Bosnien "unheimlich anstrengend" sei, er könne sicherlich nur wenig Zeit in Kärnten verbringen.

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