13.07.2019 08:30 |

Innsbruck greift durch

Hunde auf Spielplätzen: Schluss mit lustig!

Auf den 80 Spielplätzen der Stadt Innsbruck braut sich was zusammen. Immer öfter gibt es dort Ärger, weil Hunde frei herumlaufen, ihr Geschäft in Sandkisten verrichten, Kinder erschrecken. Die Stadt zieht jetzt die Notbremse und kündigt im Sommer eine „Aktion scharf“ an. Für Hundebesitzer kann es richtig teuer werden.

Elmar Rizzoli ist für die Sicherheit in Innsbruck verantwortlich. Immer öfter müssen seine Leute auf Spielplätze ausrücken, weil dort Hundebesitzer Familien das Leben schwer machen. Stefan Engele ist der oberste Parkverwalter. Seine Leute müssen die unappetitlichen Hinterlassenschaften der Vierbeiner wegräumen. Rizzoli wie Engele sprechen von zunehmenden Problemen.

„Aktion scharf“ startet
„Jetzt ist Schluss mit lustig“, macht Vize-BM Franz Gruber (ÖVP) eine klare Ansage. Im Sommer wird die Mobile Überwachungsgruppe (MÜG) ein besonders aufmerksames Auge auf Spielplätze werfen. „Wir appellieren an Hundehalter, die Vorschriften zu beachten. Leider zwingen uns viele negative Vorfälle dazu, strenger zu kontrollieren“, steht auch Umwelt-StR. Uschi Schwarzl (Grüne) hinter der „Aktion scharf“.

4400 Hunde leben in Innsbruck
4400 Hunde sind in Innsbruck gemeldet - Tendenz steigend. Das Miteinander in Parks und auf Spazierwegen sei zunehmend konfliktbeladen, sagen Gruber und Schwarz. Mehr Hundewiesen seien nicht angedacht, weil diese große Flächen brauchen und andere Probleme aufwerfen. Schwarzl: „Noch mehr Hunde in der Stadt ist nicht unser Ziel.“

Empfindliche Strafen für Wiederholungstäter
Wer seinen Vierbeiner nicht im Griff hat, muss mit zum Teil saftigen Strafen rechnen. Von 15 bis 2000 Euro für Wiederholungstäter reicht der Strafrahmen.

Claudia Thurner
Claudia Thurner
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