Explosion auf Markt
18 Todesopfer bei Bombenschlag in Pakistan
Kurz zuvor war vor einer Schule in Peshawar eine Bombe gezündet worden, dabei wurde ein Achtjähriger getötet. Zehn weitere Menschen wurden verletzt, darunter fünf Kinder. Die Schule wird von einer Organisation betrieben, die sich für Familien von Polizisten einsetzt.
Am Wochenende waren bei Selbstmordattentaten in einem Flüchtlingslager vor den Toren der Stadt Kohat etwa 50 Menschen ums Leben gekommen.
Regierung in Islamabad unter Druck
Auf einer Nachschubroute für NATO- und US-Truppen im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet wurden am Montag zwei Tanklastzüge von Sprengsätzen zerstört. Die Regierung in Islamabad ist unter wachsendem Druck, gegen die Hochburgen der islamistischen Taliban und der mit ihnen verbündeten Al-Kaida-Extremisten vorzugehen. Die Extremisten haben in den Stammesregionen an der Grenze zu Afghanistan ihr Rückzugsgebiet.
Zunehmend Zivilisten als Opfer
Seit drei Jahren wurden im ganzen Land 3.200 Menschen bei mehr als 370 Anschlägen getötet. Die Angriffe galten meist Soldaten, Polizisten oder öffentlichen Gebäuden. Zunehmend sind auch Zivilisten betroffen.
Anschlag mit Eselkarren in Afghanistan
Eine in einem Eselskarren versteckte Bombe hat unterdessen im Süden von Afghanistan drei Halbwüchsige getötet, Neffen eines einflussreichen Stammesführers und Verbündeten von Präsident Hamid Karzai. Vier weitere Afghanen seien bei dem Anschlag in der Stadt Kandahar am Montag verletzt worden, sagte ein Sprecher des Gouverneurs der gleichnamigen Provinz.
Sprengsatz ferngezündet
Der Karren sei in der Innenstadt vor dem Haus des ehemaligen Distrikt-Gouverneurs von Spin Boldak abgestellt gewesen. Der Sprengsatz sei ferngezündet worden. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Die drei getöteten Neffen waren im Alter von 12 bis 14 Jahren. Zwei Passanten sowie zwei wachhabende Polizisten seien verletzt worden.
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