Hohes Wohnhaus geplant

Verbauter Blick auf Attersee sorgt für Aufregung

Sowohl am Ost- als auch Westufer des Attersees sorgen Bauprojekte für Aufregung. In Weyregg stemmt sich eine Bürgerinitiative gegen ein Projekt mitten im Ort. In Attersee am Attersee gehen die Wogen hoch, weil ein umstrittener Makler Wohnungen mit freiem Blick auf den See verkauft hat, den Besitzern nun ein mehrstöckiges Haus vor die Nase gesetzt wird.

Über fünf Stunden hat bei brütender Hitze die Bauverhandlung für ein Bauprojekt am Malerhügel in Attersee am Attersee gedauert. „Ungewöhnlich lang und ziemlich hitzig“, fasst Rechtsanwalt Georg Bruckmüller die Debatte zusammen.

Makler versicherte freien Blick auf See
Er vertritt mehrere Mandanten, die erst vor kurzem um hohe sechsstellige Eurobeträge Eigentumswohnungen erwarben. Beim Verkaufsgespräch wurde ihnen vom Makler ein freier See- und Bergblick versprochen. Zwei Käufern sei explizit erklärt worden, dass die angrenzenden Grundstücke unverbaubar seien. „Nun soll auf einer der drei Parzellen ein dreistöckiges Haus errichtet werden und meinen Mandaten die Sicht auf den See verstellen. Ein Gutachten belegt, dass der Bau überhaupt nicht ins Orts- und Landschaftsbild passt“, poltert der Jurist.

Makler sitzt im Bauausschuss
Sollte das Projekt, tatsächlich verwirklicht werden, droht er mit rechtlichen Schritten. Unverständlich sei, dass der Makler im Bauausschuss der Gemeinde Attersee am Attersee sitzt. Ebenso kritisiert Bruckmüller, dass bereits vor Ablauf der Einspruchsfrist für den Bebauungsplan die Bauverhandlung angesetzt wurde.

Keine Stellungnahme der Gemeinde
Bürgermeister Walter Kastinger (SPÖ) war für die „Krone“ für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Amtsleiter Gerd Ratschmann verwies auf das laufende Verfahren.

Mario Zeko
Mario Zeko
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