18.07.2019 16:10 |

Wertvolle Tipps

Kinder in der Küche

Das Interesse am Kochen sollte von Anfang an gefördert werden. So lernen Kinder von klein auf Verantwortung und sind später in der Lage, sich selbst und andere mit selbstgemachten Speisen zu versorgen.

Bis noch vor ein paar Jahren war Essen zubereiten reine Hausfrauensache. Heutzutage sind in den meisten Familien alle berufstätig und aus Zeitmangel wird fast nur noch zu Fertigprodukten gegriffen. Diese sind zumeist mit Zusatzstoffen zum Haltbarmachen und übermäßig viel Zucker gespeist. So sind Diabetes Typ 2 und Übergewicht bereits in jungen Jahren keine Seltenheit. Stattdessen sollten Sie sich die Zeit nehmen und zumindest am Wochenende mit Ihren Kindern den Kochlöffel schwingen! Dabei ist egal ob Bub oder Mädchen, kochen sollte bitte jede/r können.

Bereits Kleinkinder, die unter 3 Jahre alt sind, können kleine Aufgaben erledigen. Dabei geht es tatsächlich weniger um das Helfen in der Küche, sondern mehr um das Erlernen neuer Fähigkeiten. Auf einem Stockerl stehend können sie ihnen helfen, das Gemüse und Obst zu waschen und praktischerweise gleichzeitig dessen Namen lernen. Außerdem können sie auch ihre eigenen Jausenboxen oder ähnliches Plastikgeschirr abwaschen helfen. Dabei ist nur unbedingt darauf zu achten, dass sich keine gefährlichen Messer unter dem Schaum in der Abwasch befinden. Wenn Sie die Kleinen mehr in das Kochen einbinden möchten, können sie auch beim Teig kneten helfen. Am besten geben Sie den Kindern dabei je ein kleines Stück, dass sie selbst kneten können. Bei zu großen Mengen müssten Sie bestimmt mithelfen und somit geht dieses „Ich habe das ganz alleine geschafft“ - Gefühl verloren.

Sind die Kinder älter, dürfen die Aufgaben natürlich auch anspruchsvoller ausfallen. Im Alter von 3 bis 5 Jahren dürfen Sie die Kinder auch schon ans Schneidbrett lassen. Anfangs empfiehlt es sich erstmal mit weichen Lebensmitteln wie Pilzen oder Beeren und einem Plastikmesser zu beginnen. Wenn sie schon geübter sind, kann auch gerne mit etwas Schwierigerem begonnen werden. Lassen Sie Ihre Kinder aber bitte nie mit einem Messer alleine! Wenn die Kinder bereits etwas unkonzentriert sind, bringen Kräuter zupfen und Schnitzel panieren lustige Abwechslung.

Mathematik lernen, ohne darüber nachzudenken? Geht! Schulkinder können mit immer weniger Anweisung Zutaten abwiegen. Zahlenlernen leichtgemacht! Wenn sogar das schon zu einfach ist, weisen Sie Ihr Kind an, das Rezept zu halbieren oder zu verdoppeln.

Grundsätzlich gilt es ein paar Tipps zu beachten, damit das Kochen mit Kindern nicht in Frustration endet.

  • Langsam steigern
    Fangen Sie schon früh damit an, Kinder in der Küche zu integrieren. Aber auch wenn Sie erst später beginnen, stellen Sie das Kind nicht sofort vor eine große Herausforderung wie das Abwiegen. Die ersten paar Male reicht es, Teig zu kneten oder etwas Gemüse zu schnippeln. Sonst hat es vielleicht beim nächsten Mal schon keine Lust mehr.
  • In Stimmung bringen
    Entwickeln Sie ein Ritual. So können sich die Kinder in Stimmung bringen. Schürze umbinden, lange Haare zu einem Zopf binden, Hände waschen, dann geht es los.
  • Zeit lassen!
    Wenn Sie mit Kindern kochen, dauert es automatisch länger, als wenn Sie sich alleine an den Herd stellen. Planen Sie genug Zeit ein und hetzen Sie sich nicht. Schließlich soll es ja Spaß machen.
  • Machen Sie sich auf Unordnung gefasst.
    Dass Kindern einmal die offene Mehlpackung umfällt oder die Sauce nicht nur am Teller landet, ist klar. Seien Sie davon nicht frustriert! Sie machen es ja nicht mit Absicht. Die Kleinen können anschließend ja auch beim Aufräumen helfen. So lernen sie auch, dass jede Handlung Konsequenzen nachzieht. „Wenn ich unvorsichtig bin und viel verschütte, muss ich nachher länger aufräumen.“
  • Spaß am Lernen
    Im Haushalt zu helfen, kann neben den motorischen Fähigkeiten auch die Persönlichkeitsentwicklung fördern. Die Kinder werden selbstbewusster und lernen, Lebensmittel wertzuschätzen.
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