"Wir sind weder gegen Gas noch gegen den Standort – wir wollen nur ein kleines Kraftwerk, das die Gesundheit der Anrainer nicht gefährdet!" Mit diesem überraschenden Einlenken im Kraftwerks-Streit hat der Ebenthaler Amtsleiter Adolf Windisch für Aufsehen gesorgt – und die Kritiker der Anlage in zwei Lager geteilt. Auf der einen Seite: die kompromissbereite Gemeindeführung. Auf der anderen: die 17 Bürgerinitiativen gegen die Anlage.
"Sind gegen jede Art eines Gaskraftwerkes"
Deren erbosten Aufschrei nach dem "unmoralischen" Kompromissangebot, das vom Bürgermeister abgesegnet wurde, fasst der Sprecher der Initiativen, Max Felsberger, in Worte: "Wir sind gegen jede Art eines Gaskraftwerkes. Egal, wo im Klagenfurter Becken, egal, in welcher Größe."
Kompromisslösung kein Thema
Warum sich die ehemaligen Mitstreiter nach jahrelangem gemeinsamen Vorgehen gegen die Anlage jetzt plötzlich vor der wichtigen Erörterung am Montag in die Haare geraten, ist für viele unverständlich. Denn im Verfahren zählt ohnedies nur das eingereichte Projekt, in der eingereichten Größe und am eingereichten Standort. Eine Kompromisslösung steht gar nicht zur Debatte.
Ausschlaggebender im Verfahren um die Anlage ist aber vielmehr, welchem Gutachten welche Wertigkeit zugedacht wird. Drei Expertisen stehen über die Problematik der zusätzlichen Nebeltage zur Wahl.
von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.