160 verschiedene Berufe stehen für Burgenlands Jugendliche rein theoretisch zur Auswahl. Tatsächlich in Frage kommen für ein Viertel aller Burschen und Mädchen aber nur zwei bestimmte Jobs: Verkäuferin und Mechaniker. Dem versucht der "Boys Day" entgegenzuwirken.
Landesrat Rezar rührt die Werbetrommel
Der männliche Nachwuchs ab 13 Jahren wird in Kindergärten, Spitäler und Altenheime eingeladen, um die Welt der Sozialberufe kennenzulernen. Auch Landesrat Peter Rezar rührt dafür kräftig die Werbetrommel: "Kinderpädagogik zum Beispiel ist ein Berufszweig mit besonders guten Zukunftsaussichten. Ebenso wird im Pflegebereich immer mehr Personal benötigt."
Mehr Männer wünscht sich auch die Caritas für ihre vielfältigen Aufgaben. "Wir haben über 500 Mitarbeiter, 99 Prozent davon sind weiblich. Bei unseren knapp 900 freiwilligen Helfern ist das Verhältnis sehr ähnlich", erklärt Direktor Markus Glatz-Schmallegger.
Ziel: "Burschen von den Rollenklischees wegbringen
Im Burgenland wird deshalb das ganze Jahr über an den Schulen Aufklärungsarbeit geleistet. "Mit Workshops wollen wir dazu beitragen, die Burschen von den Rollenklischees wegzubringen", sagt Projektleiter Toni Schuster von der Männerberatung. Der "Boys Day" am 22. April findet in Sozialeinrichtungen in ganz Österreich statt.
von Tina Blaukovics, Kronen Zeitung
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