"Fass ohne Boden"

Fast acht Millionen Euro für Stadion und Fußballverein

Kärnten
15.04.2010 17:50
Die Klagenfurter Steuerzahler ärgern sich zwar täglich über desolate Straßen, dürfen für das Fußballstadion und den SK Austria aber fleißig blechen. Über acht Millionen Euro ließ die Stadt seit 2008 an Miete für die Oberränge und an Subventionen für die Pleite-Fußballer springen. Jetzt sollen noch einmal 800.000 Euro fließen, damit der SK Austria in der zweiten Liga weitermachen kann. Für die Infrastruktur werden weitere 500.000 Euro gebraucht.

"Der Fußballverein ist ein Fass ohne Boden, das Unmengen an Steuergeld verschlingt", ärgert sich die grüne Stadträtin Andrea Wulz und präsentiert eine Auflistung der Zuwendungen von Seiten der Stadtgemeinde seit 2008: Angefangen vom ersten Darlehen über 500.000 Euro, das bis 31. Dezember 2008 zurückgezahlt hätte werden sollen – worauf die Stadtväter großzügig verzichteten – bis zu der Haftungsübernahme von 575.000 Euro am 5. Mai 2009, flossen 1,847 Millionen Euro in den SK Austria.

Jetzt muss die Stadt entweder weitere 800.000 auf den Tisch legen oder auf den SK Austria pfeifen: Auch für die Lizenz in der zweiten Spielklasse ist eine ausgeglichene finanzielle Gebarung Voraussetzung.

"Kärntner Krone"

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