28.06.2019 08:00 |

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Kein Asbest in Schwoich, dafür in Kufstein!

Nun sollen doch keine asbesthaltigen Stoffe in der Schwoich gelagert werden. Das sollte vertraglich vereinbart werden, doch der Vertreter der Deponie kam nicht zu dem vereinbarten Vorgespräch. In Kufstein hingegen will ein anderer Betreiber ein Zwischenlager mit gefährlichen Abfallarten, darunter auch Asbest, errichten.

Zweimal und das öffentlich wurde wegen des äußerst bedenklichen Inhaltes der geplanten Baurestmassendeponie vom Betreiber angeboten, dass der Passus betreffend Lagerung von asbesthaltigen Stoffen aus dem Antrag genommen wird. Um dies privatrechtlich auf eine gesetzliche Ebene zu bringen, soll nun ein Vertrag mit Gemeinde, Bürgerinitiative (BI) und der Betreibergesellschaft aufgesetzt werden.

Großes Treffen war für Mittwoch geplant
Bürgermeister Josef Dillersberger schlug den Beteiligten zwei Termine für die notwendigen Vorgespräche im Gemeindeamt vor. Vom Geschäftsführer der Rohrdorfer Umwelttechnik GmbH, Herwig Glössl wurde der Vorschlag, der mit 26. Juni datiert ist, angenommen und bestätigt.

Betreiber versetzte die Gesprächspartner
Äußerst konsterniert waren die anwesenden Gemeindepolitiker und die Vertreter der BI, als die Uhr 18 Uhr schlug und sich niemand von der Rohrdorfer GmbH zu ihnen gesellte. Nach dem das „akademische Viertelstündchen“ Wartezeit verstrichen war und dann auch per Telefon niemand von der Rohrdorfer GmbH zu erreichen war, wurde der Unmut bei den Anwesenden immer größer. Mediziner Albert Zawadil, als Vertreter der Bürgerinitiative erklärte dazu: „Wir befürchten ein ähnliches Vorgehen von ihnen wie in Bad Mitterndorf.“

Ein Missverständnis und seine Folgen
Geschäftsführer Herwig Glössl sagte dazu gestern auf „Krone“-Nachfrage: „Es tut mir sehr leid, aber ich dachte nach einem Gespräch mit der Geschäftsführung, dass der Termin abgesagt wurde und auf einen späteren Zeitpunkt verlegt worden sei. Ich werde mich Anfang kommender Woche bei BM Dillersberger wegen eines neuen Termins melden. Ein reines Missverständnis und kein taktisches Vorgehen dahintersteckt.“ Zwischenzeitlich tut sich aber in Kufstein eine neue Baustelle auf. Für den 10. Juli wurde ein mündlichen Verhandlung mit brisantem Inhalt anberaumt.

Asbestabfall soll nach Kufstein kommen
Darin sucht eine größere Unterländer Entsorgungsgesellschaft um die abfallrechtliche Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb einer Baurestmassenaufbearbeitungsanlage in Kufstein Süd an. Auf rund 0,9 Hektar sollen neben Bodenaushub und Baurestmassen auch gefährliche Abfälle, wie Asbestzement, Asbestabfälle und Asbeststäube zwischengelagert werden. Pro Jahr sollen 120.000 Tonnen an Abfällen angeliefert werden. Die Zwischenlagerkapazität für die gefährlichen Abfallarten beträgt in Containern 40 Tonnen.

Hubert Berger, Kronen Zeitung

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