Haiti-Beben
Opfer fliegen aus Quartieren raus: UNO schlägt Alarm
Am Wochenende haben etwa 7.300 Menschen das Fußballstadion der Hauptstadt verlassen müssen (siehe Infobox). Demnächst sollen auf Veranlassung der Behörden rund 10.000 Erdbebenopfer eine Schule räumen. "Dutzende weitere Notunterkünfte" würden demnächst aufgelöst, sagte ein Mitarbeiter der UNO, der nicht namentlich genannt werden wollte.
Ein Mitarbeiter der haitianischen Regierung, der ebenfalls nicht mit Namen zitiert werden wollte, sagte, Tausende Erdbebenopfer weigerten sich, die Notunterkünfte zu verlassen, obwohl ihre Häuser bereits wieder bewohnbar seien. Sie wollten in den Lagern bleiben, weil sie dort keine Miete bezahlen müssten und kostenlos mit Wasser und Lebensmitteln versorgt würden. Hilfsorganisationen stellten teilweise fest, dass Menschen aus ihren Wohnungen in die provisorischen Unterkünfte kommen, um von den Leistungen dort zu profitieren.
Bei dem Erdbeben der Stärke 7,0 am 12. Jänner waren etwa 1,3 Millionen Menschen obdachlos geworden. 220.000 Menschen kamen ums Leben.
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