Korridor fixiert:

Stromleitung durchs Mühlviertel spaltet Ortschefs

Lange wurde darüber diskutiert, seit gestern, Montag, ist bekannt, wie der Korridor für die Starkstromleitung von Rohrbach bis Rainbach verlaufen wird. Unklar ist, ob es eine Freileitungs- oder Erdkabellösung geben wird. Auch unter den Bürgermeistern herrscht Uneinigkeit darüber.

Auf einer Länge von rund 40 Kilometern und durch drei Bezirke mit insgesamt 12 Gemeinden wird die neue Starkstromleitung durch das Mühlviertel führen. Das steht seit der fünften Regionssitzung und der Präsentation durch Landesbedienstete gestern, Montag, in Haslach fest. Nun müssen Energie AG (Errichter des ersten Teilstücks von Rohrbach bis nach Bad Leonfelden) und Linz AG (Bad Leonfelden bis Rainbach) das Projekt umsetzen. Beiden wird ein rauer Wind entgegenblasen. Seit Jahren steigen die Freileitungsgegner bereits auf die Barrikaden. Sie fordern eine Erdkabellösung.

Keine einheitliche Stellungnahme 
Unter den Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden herrscht übrigens Uneinigkeit. Nur sechs Ortschefs haben eine vom Helfenberger Bürgermeister Josef Hintenberger (ÖVP) verfasste Stellungnahme samt Freileitungskritik unterschrieben.

„Strommasten gehören dazu“
Nicht unterzeichnet hat etwa der Rohrbacher ÖVP-Bürgermeister Andreas Lindorfer: „Auch wenn ich keine Freude daran habe, wir müssen uns damit abfinden, dass Strommasten zur Landschaft gehören. Außerdem weiß ich nicht, ob alle mit der Erdkabellösung zufrieden wären.“

Mario Zeko
Mario Zeko
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Donnerstag, 13. August 2020
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