"Koma-Säufer"

Wels ist trauriger Spitzenreiter bei jungen Alko-Opfern

Oberösterreich
11.04.2010 18:21
Dass die Jugendlichen im Land ob der Enns zu viel trinken, hat erst kürzlich wieder eine neue Studie des Ministeriums belegt. Die meisten Teenager mussten dabei in den vergangenen Jahren in den Städten Wels, Linz und Steyr mit einer Alkoholvergiftung eingeliefert werden. Die Messestadt Wels ist dabei trauriger Spitzenreiter.

Eine OECD-Studie hatte bereits ergeben, dass unser Land unter 24 Ländern einen traurigen Alkoholrekord bei Jugendlichen hält. Zuletzt zeigte ein ministerieller Zweijahresvergleich auf, dass die Alkoholvergiftungen um 20 Prozent in die Höhe schnellten.

Interessant auch eine Auswertung heimischer Spitäler, die sich mit der Diagnose Alkoholtoxikation bei Jugendlichen befasst. Sie ergab, dass in den Jahren 2001 bis 2008 die meisten Alko-Kids (244) ins Krankenhaus Wels eingeliefert werden mussten.

"Vergiftung ist und bleibt Vergiftung"
Knapp gefolgt von der Landeshauptstadt, wo 234 Alk-Opfer in die Spitäler (AKH, Elisabethinen, Barmherzige Brüder und Schwestern) gebracht werden mussten. Dahinter folgen das Steyrer Spital (206) und mit etwas Abstand das LKH Vöcklabruck (145).

Stationäre Behandlungskosten bei Alkoholvergiftungen werden grundsätzlich von den Krankenkassen übernommen, unter Umständen wird aber Regress von Wirten gefordert, sofern diesen eine Schuld am Zustandekommen der Alkoholisierung angelastet werden kann.

"Das wird als eine Körperverletzung gewertet. Denn wenn auch sonst keiner hinschaut, wir tun das. Vergiftung ist und bleibt Vergiftung", so Mag. Harald Schmadlbauer von der OÖ-GKK.

Kronen Zeitung

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