Bis 22 Uhr hatten die Grundstückseigentümer der Gemeinde eine Frist gesetzt: Entweder eine Entscheidung fällt oder sie ziehen ihr Angebot zurück. Eine halbe Stunde später beschloss der Gemeinderat nach hitziger Debatte das Grundstücksgeschäft, mit dem nun eine Reihe von Problemen gelöst werden:
Das neue Feuerwehrhaus und der Bauhof können nun neu gebaut werden, gleichzeitig übersiedelt das Probelokal der Musikkapelle. Die frei werdenden Räume im Volksschul- und Kindergartengebäude werden dringend für den Ausbau der Nachmittagsbetreuung gebraucht, "denn hier ist die Gemeinde noch hinten", erklärt der Bürgermeister.
Gleichzeitig ist die Frage der Zufahrt zu den derzeitigen Wiesengrundstücken geklärt. Ein jahrelanger Streit verhinderte bisher, dass diese Flächen im Zentrum bebaut wurden.
Das Angebot der Bauern war für die Gemeinde verlockend: Sie schenken der Gemeinde die nötigen 2.500 Quadratmeter Grund, wenn sie dafür 4.000 Quadratmeter Freiland umgewidmet bekommen. Bei einem Quadratmeterpreis von rund 400 Euro sind nun alle eine runde Million Euro reicher: die Gemeinde und auch die beiden Grundstückeigentümer.
"Ich hab um 20 Uhr nicht gewusst, wie die Sache ausgeht", erklärte Bürgermeister Kirchmair. "Mit Gemeinderat Peskoller (Grüne, Anm.) war nichts ausgemacht. Die Vernunft hat sich durchgesetzt." Peskoller war Mehrheitsbeschaffer, mit 7:6 ging die Abstimmung aus.
von Philipp Neuner, Tiroler Krone
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