Info-Kette notwendig:

„Kühlungs-Plan“ für nächste Hitzewelle gefordert

Nach dem schrecklichen Hochwasser 2002 schrillten die Alarmglocken. Unter anderem wurde ein detaillierter Schutzplan entwickelt. Ein ähnliches Maßnahmenpaket fordert nun Umweltlandesrat Rudi Anschober auch für die Hitzewellen. Er bringt, morgen, Montag, dazu einen Antrag in der Regierungssitzung ein.

„Wir benötigen bei Hitzewellen eine präzise Info-Kette – ähnlich jener für Hochwasser“, hofft Umweltlandesrat Rudi Anschober in der morgigen Regierungssitzung auf breite Unterstützung. Sein Ziel ist es, bereits vor dem Ausbruch von Hitzewellen betroffene Einrichtungen, wie etwa Spitäler, Seniorenheime oder Wassergenossenschaften, zu informieren. „Das soll aber sensibel passieren, damit keine unnötige Panik erzeugt wird. Es muss auch klar definiert sein, wann und wer die Bevölkerung informiert“, so Anschober.

Ältere besonders gefährdet
Ein wichtiger Punkt im Hitze-Schutzplan ist auch die Beratung von hauptbetroffenen Bevölkerungsgruppen. Das sind in Städten vor allem alleinlebende ältere Personen.

„Kühlung“ der Städte ist dringend notwendig
Teil des Maßnahmenbündels ist auch die dringend notwendige Einleitung von Schritten für die „Kühlung“ der Städte und Gemeinden. Das könne durch die Begrünung von Fassaden, die Erhöhung des Anteils offener Gewässer oder die Beschattung von Freiräumen und Wegen geschehen. Bei der Errichtung neuer Anlagen an den Stadträndern soll auf genügend Durchlüftung des Zentrums geachtet werden.

Kein Ersatz für Klimaschutz
„Der Hitzeschutz ersetzt nicht den Klimaschutz“, weist Anschober in diesem Zusammenhang erneut auf seine Initiative „Klimaschutz jetzt!“ hin. Erreichen will er damit, dass die Klimaziele als vorrangige Ziele in der Bundesverfassung und in den Länderverfassungen festgeschrieben werden und ein Energiewendegesetz beschlossen wird.

Mario Zeko
Mario Zeko
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