Die Umstände des Unfalls sind bisher noch rätselhaft. Fest steht, dass der mutmaßliche Unfalllenker und das Opfer, ein 53-jähriger Landwirt aus Villach, zuvor im selben Villacher Lokal gezecht hatten. Gegen 22.15 verließ der Landwirt das Lokal, eine halbe Stunde später machte sich dann auch der 47-jährige Angestellte mit seinem Auto auf den Nachhauseweg. Doch was geschah dann?
Zeuge fuhr im Schockzustand weiter
Ein 22-jähriger Zeuge bemerkte einen unter dem Fahrzeug liegenden Körper und hielt an, um dies dem 47-Jährigen mitzuteilen. Dann fuhr er anscheinend im Schockzustand weiter und meldete den Unfall bei einer nahen Tankstelle, von wo aus auch die Polizei verständigt wurde.
In der Zwischenzeit machte sich auch der mutmaßliche Unfalllenker aus dem Staub und ließ das Opfer einfach auf der Straße liegen. Der Tote wurde später von der Polizei gefunden. Mit Hilfe von Auskunftspersonen und den Aufzeichnungen der Videokamera an der Tankstelle konnten der Unfalllenker und der Zeuge dann jedoch ausgeforscht werden.
Stark alkoholisiert
Der 47-Jährige bestritt zuerst, etwas mit dem Unfall zu tun zu haben und auch an seinem Wagen konnten bei ersten Untersuchungen keine Spuren sichergestellt werden, die auf einen Unfall hindeuteten. Aufgrund von Zeugenaussagen bestand aber dringender Tatverdacht und so wurde der Mann festgenommen. Bei einem Alkotest stellte sich heraus, dass der Angestellte stark alkoholisiert war.
Letztendlich gestand der Mann dann, am "Tatort" gewesen zu sein. Seiner Aussage zufolge ist er beim Verlassen des Parkplatzes in einer Kurve sehr weit nach rechts abgekommen und mit dem Fahrzeug in eine Mulde gefahren. Einen Unfall habe er jedoch nicht gehabt, versicherte er den Polizisten - der Mann wurde auf freiem Fuß angezeigt.
Polizei ratlos: "Können nichts ausschließen"
"Ob der Tote vom Auto niedergestoßen worden oder im Liegen überrollt worden ist, können wir derzeit nicht sagen", erklärte ein Beamter der Villacher Polizei. Es könne auch nicht ausgeschlossen werden, dass der 53-Jährige zum Unfallzeitpunkt bereits tot gewesen sei, falls es denn überhaupt eine Kollision gegeben hat. "Derzeit können wir nichts bestätigen, aber auch nichts ausschließen", so das Resümee der Polizei.
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