10.06.2019 11:00 |

Kampf um Behandlung

Schwer kranker Georg (13): Rückschlag bei Gericht

Das Auf und Ab im Fall des schwer kranken 13-jährigen Georg Polic geht weiter. Zwar zeigt die sehr teure Spritzentherapie eine positive Wirkung, eine Behandlung in der Steiermark ist aber weiterhin nicht möglich, wie der Oberste Gerichtshof nun entschied.

Georgs Geschichte sorgt für Schlagzeilen: Die steirische Spitalsgesellschaft KAGes lehnt die Behandlung des 13-Jährigen, der an einer sehr seltenen Form vom Muskelschwund leidet, ab. Das seit Sommer 2017 freigegebene Medikament Spinraza ist teuer, kostet derzeit 77.000 Euro pro Injektion. In der Steiermark werden nur Säuglinge mit dem Medikament behandelt, in Wien und Oberösterreich alle Betroffenen.

Große Erfolge durch erste Spritzen
Dank einer riesigen Spendenflut, angeführt von der Wiener Großspenderin Patricia Schalko (Gattin des Immobilien-Tycoons Georg Stumpf), konnten dennoch fünf Spritzen für Georg bezahlt werden. Bereits nach den ersten beiden gibt es Erfolge: Georg kann selbstständig den Kopf heben, seine Sauerstoffsättigung liegt bei 99 Prozent. Ein Schnitzelessen geriet zum medialen Großereignis.

Die Spritzen werden außerhalb der Steiermark injiziiert. Karin Prutsch, die Anwältin von Familie Polic, wollte bei Gericht eine Behandlung in einem steirischen Landeskrankenhaus erreichen.

KAGes siegt bei Höchstgericht
Laut dem Blogger Peter Siegmund gibt es nun aber einen Rückschlag: „Der Oberste Gerichtshof hat den Antrag der Klägerin auf einstweilige Verfügung, die Behandlung mit Spinraza sofort aufzunehmen, ohne Begründung zurückgewiesen, womit dieses Verfahren zugunsten der KAGes zu Ende ist.“ Prutsch könnte allerdings nochmals eine einstweilige Verfügung beantragen. 

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