Mi, 26. Juni 2019
08.06.2019 06:00

„Löst Problem nicht“

WK-Chef Walser wettert gegen Lkw-Fahrverbote

Was tun gegen den steigenden Lkw-Transit? Das Land reagiert mit Blockabfertigung und geplanten Verschärfungen der Fahrverbote. In der Wirtschaftskammer sieht man dadurch das Problem nicht gelöst. Daten der Uni Graz würden das belegen, so Wirtschaftskammer-Chef Christoph Walser. Er fordert auch Pkw-Beschränkungen.

Das Land hat ein IG-Luft-Maßnahmenpaket geschnürt, will die Fahrverbote für bestimmte Güter, bestimmte Lkw und in der Nacht ausdehnen. Derzeit wartet man auf den Sanctus der EU. Derweilen versucht man mit Lkw-Blockabfertigungen das drohende Verkehrschaos rund um die Feiertage zu verhindern.

Mehr Emissionen durch Pkw verursacht
Der Lkw-Verkehr wird als das große Übel gesehen. „Und was ist mit den Pkw?“, fragt sich Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Walser. Er legte gestern Berechnungen der TU Graz vor, wonach bei der Messstelle in Vomp mehr als 61 Prozent der Emissionen durch Pkw und Busse verursacht werden. Der Anteil des Lkw-Verkehrs ist deutlich geringer. Laut Studie bringen die geplanten Verschärfungen bei den Lkw-Fahrverboten für die Verbesserung der Luft kaum etwas. Walser: „Diese würden aber heimische Betriebe und Gemeinden treffen, in denen der Fuhrpark nicht wie bei großen Speditionen laufend erneuert werden kann.“

Ein „Mengenproblem“ auf beiden Seiten
Walser sieht die Frächter als Sündenböcke für das grundsätzliche Problem des explodierenden Verkehrs. „Ja, wir müssen den internationalen Gütertransport auf die Schiene bringen. Aber wir müssen auch den Individualverkehr einbremsen und Urlauber zum Umsteigen auf Bus und Bahn bringen“, fordert Walser. Den SPÖ-Vorschlag, ein Lkw-Limit von 28 Tonnen einzuführen, nennt er „widersinnig“. Das würde nur mehr Fahrten bedeuten.

Claudia Thurner
Claudia Thurner

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