03.06.2019 12:42 |

Nach Schiffsunglück

30 km flussabwärts mehrere Tote aus Donau geborgen

Auf dem ungarischen Abschnitt der Donau sind am Wochenende bei der Kleinstadt Ercsi mehrere Leichen geborgen worden. Bei den Toten dürfte es sich um Vermisste nach dem schweren Schiffsunglück in Budapest handeln. Die Identifizierung der Toten war am Montagvormittag noch nicht abgeschlossen, weshalb es zunächst keine Bestätigung der Behörden gab.

In der Nacht auf vergangenen Donnerstag war das kleine Ausflugsschiff Hableany Nixe) mit dem wesentlich größeren Flusskreuzfahrtschiff Viking Sigyn auf der Donau in der ungarischen Hauptstadt zusammengestoßen. Das Boot sank in Sekundenschnelle. Sieben Menschen wurden danach tot geborgen, 21 gelten als vermisst. Der Kapitän der Viking Sigyn wurde am Wochenende verhaftet.

Auf dem untergegangenen Schiff hatten sich insgesamt 33 südkoreanische Touristen und zwei ungarische Besatzungsmitglieder befunden. An den Suchaktionen beteiligen sich neben aus Südkorea angereisten Soldaten auch drei österreichische Teams mit insgesamt zehn Tauchern des Einsatzkommandos Cobra, die auf Ersuchen von Ungarn vom Innenministerium nach Budapest geschickt wurden.

Wrack liegt in vier Metern Tiefe
Das Schiffswrack liegt in rund vier Metern Tiefe unterhalb der Margaretenbrücke. Die Suche nach den 21 Vermissten gestaltete sich bisher technisch schwierig, denn die Donau führt in Budapest derzeit Hochwasser. Zu den starken Strömungen kommt die tiefe Wassertemperatur von kaum mehr als zehn Grad. Außerdem ist die Sicht praktisch null.

Das Gebiet bei Ercsi, in dem nunmehr Leichen entdeckt wurden, befindet sich in etwa 30 Kilometer Luftlinie von Budapest entfernt.

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