02.06.2019 10:53 |

180 Häuser beschädigt

85 Verletzte bei Explosion in Sprengstofffabrik

Eine Explosion in einer großen Sprengstofffabrik in Zentralrussland hat am Samstag einen Großbrand ausgelöst. Mindestens 85 Menschen wurden verletzt - 39 Werksmitarbeiter und 46 Bewohner benachbarten Häuser. Viele von ihnen mussten ins Krankenhaus, 16 Verletzte mussten auch am Sonntag noch behandelt werden, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Tote gab es demnach nicht. Die Explosion ereignete sich in der „Kristall“-Fabrik in Dserschinsk rund 400 Kilometer östlich von Moskau.

Ein Vertreter der Fabrik sagte, fünf Menschen hätten in dem Bereich gearbeitet, in dem es zu der Explosion kam. Sie seien wohlbehalten in Sicherheit gebracht worden. Bei den Verletzungen handelte es sich Angaben örtlicher Gesundheitsbehörden zufolge um Schrapnellwunden von „geringer und mittlerer Schwere“. Kinder seien nicht unter den Verletzten, so das Gesundheitsministerium.

Bilder in Online-Netzwerken zeigten eine große Rauchwolke nach der Explosion. Ein Sprecher des örtlichen Katastrophenschutzes sagte, es habe eine „technische Explosion“ in einer der Werkstätten gegeben, gefolgt von einem Feuer auf einer Fläche von rund 100 Quadratmetern. Mehr als 300 Einsatzkräfte und 50 Fahrzeuge seien an den Aufräumarbeiten beteiligt, berichteten Nachrichtenagenturen.

Behörden ermitteln wegen Sicherheitsbestimmungen
Nach Angaben der örtlichen Behörden wurden fünf Fabriksgebäude und 180 nahe gelegene Häuser beschädigt. Am Abend war der Brand laut einem Sprecher des Katastrophenschutzes komplett gelöscht. Russlands Ermittlungsbehörde erklärte, sie habe eine Untersuchung hinsichtlich möglicher Verstöße gegen Sicherheitsbestimmungen in der Fabrik eingeleitet.

 krone.at
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