"Was hab' ich getan"

41-Jähriger kurz vor Mord an Mutter in der Psychiatrie

Kärnten
02.04.2010 13:12
Nach der grauenhaften Bluttat im Mölltal, bei der ein 41-Jähriger seine Mutter in der Nacht auf Dienstag erstochen hat (siehe Infobox), stellt sich immer mehr die Frage, ob der Täter zurechnungsfähig war oder nicht. Die ersten Einvernahmen zeigen, dass der Mann zum Zeitpunkt der Tat verwirrt gewesen sein dürfte. Nach der Bluttat bereute er, was er der 61-Jährigen angetan hatte.

"Wie ich g'sehen hab', wie sie umgefallen is, hab' ich mir gedacht - mein Gott, was hab' ich nur getan!" Der 41-jährige Rangersdorfer, der am Montag vor Mitternacht seine Mutter im Bad erstochen hat, bereut seine Tat. Ermittlungsleiter Oberst Christian Martinz: "Er war ziemlich fertig. Der Mann ist erst vor ein paar Wochen aus dem Krankenhaus gekommen, wo er in psychiatrischer Behandlung war."

Psychische Probleme begleiten den mutmaßlichen Täter seit einem Arbeitsunfall in den Achtzigerjahren: Er erlitt schwere Brandverletzungen am ganzen Körper. Seither leidet er unter Phantomschmerzen, hat ein Herzleiden und kann nicht arbeiten. Das war oft Anlass zum Streit - vermutlich auch am Montagabend.

"Sie liegt im Bad am Boden"
Nach der Tat reagierte der Mölltaler erst nicht. Als sein Bruder anrief, um die Mutter zu sprechen, sagte er nur: "Der geht's schlecht. Sie liegt im Bad am Boden."

von Serina Bebka, "Kärntner Krone"

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