Gegen 15 Uhr läuteten die Polizisten die Türklingel der Familie. Der 24-Jährige sollte verhaftet werden. Als die Exekutive die Wohnung betrat, sah man eine Cannabis-Plantage in der Speisekammer. Zwölf Stauden wurden von den Blaumännern gesichtet. Ohne Durchsuchungsbefehl konnte man aber nichts machen. Also musste man die Privaträume wieder verlassen.
Als der Journalrichter die Legitimation erteilte hatte man jedoch Probleme mit der Familie: Der jüngere Sohn (23), dem die Plantage offenbar gehörte, stemmte sich gegen die Türe und drohte den Beamten, er würde seine Bestie (den Dobermann) auf sie hetzen und der würde sie alle zerfleischen.
Plötzlich riss der 23-Jährige die Türe auf und trat einen Beamten mit voller Wucht weg. Auch die Mutter wurde renitent und ungehalten. Unterdessen hatte die Drogenfamilie auch schon den Großteil der Hasch-Pflanzen verbrannt. Man fand Reste im Kaminofen und auf dem Balkon.
Der 23-Jährige wurde wegen Vergehen nach dem Suchtmittelgesetz und wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt angezeigt. Der Bruder wurde in die Justizanstalt Völs überstellt.
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