Man werde nicht mehr gehört, das sei der Grund für die Auflösung des Rates 60 Jahre nach seiner Gründung, so der stellvertretende Obmann Rudi Vouk (Bild). Sollte dieser Schritt vollzogen werden, gibt es in Kärnten noch zwei Slowenenvertretungen, den Zentralverband der slowenischen Organisationen Kärntens und die Gemeinschaft der Kärntner Sloweninnen und Slowenen.
Ratsobmann Karel Smolle hat auch diese beiden Gruppierungen aufgerufen, sich aufzulösen, um so Platz für eine gemeinsame Volksgruppenvertretung zu schaffen. Beide haben jedoch bereits abgewunken.
Slowenischer Präsident hat Verständnis
Der slowenische Staatspräsident Danilo Türk hat die beabsichtigte Selbstauflösung des Rates der Kärntner Slowenen "mit Verständnis" aufgenommen. Es sei eine demokratische Entscheidung, die eine wichtige Chance auf dem Weg zu einer entsprechenden Organisation der Kärntner Slowenen schafft, so Türk. Veränderungen seien nun notwendig, um einen effizienten und einheitlichen Auftritt bei der Umsetzung von Minderheitenrechten zu sichern, hieß es weiter.
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