Corvette gesunken

Norden laut Südkorea nicht in Vorfall verwickelt

Ausland
27.03.2010 11:09
Nordkorea ist offenbar nicht in den Untergang des Schiffs der südkoreanischen Marine im Gelben Meer verwickelt. Dies legten bisherige Untersuchungen nahe, sagte ein hochrangiger südkoreanischer Regierungsvertreter am Samstag. Die Ursache für das Unglück sei jedoch weiterhin unklar. Auf der Corvette "Cheonan" befanden sich 104 Seeleute, 58 von ihnen wurden gerettet, 46 gelten noch als vermisst.

Spekulationen über einen Angriff Nordkoreas - ein Torpedoangriff wurde in Betracht gezogen - hatten am Freitag die südkoreanische Währung Won belastet und für Nervosität an der Wall Street gesorgt. In südkoreanischen Medien hieß es jedoch unter Berufung auf Regierungsvertreter, dass es nach Auswertung von Satellitenbildern und anderen Informationen keine Hinweise auf Aktivitäten des nordkoreanischen Militärs in dem Seegebiet gebe. 

Schiff gab Warnschuss ab
Dem Verteidigungsministerium zufolge war am Freitag aus noch ungeklärter Ursache ein Loch im Rumpf entstanden, nachdem das Schiff einen Warnschuss auf ein unbekanntes Objekt abgefeuert hatte. Nach jüngsten Vermutungen könne es sich dabei aber nicht um ein anderes Schiff, sondern um einen Vogelschwarm gehandelt haben.

Seit Jahrzehnten Streit um Grenze
Die Grenze im Gelben Meer war nach Ende des Korea-Kriegs 1953 von US-geführten UN-Truppen einseitig beschlossen worden. Nordkorea erkennt sie bis heute nicht an. In dem Gebiet kommt es häufig zu Zwischenfällen. Die schwersten Konflikte gab es 1999 und 2002. Erst im vergangenen November hatten sich Nord- und Südkorea erstmals seit sieben Jahren ein Feuergefecht im Gelben Meer geliefert. Damals wurden die beteiligten Schiffe beschädigt. Nach Manövern der südkoreanischen Streitkräfte mit der US-Marine hatten die Spannungen zwischen den beiden Nachbarn in jüngster Zeit zugenommen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
27.03.2010 11:09
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung