Corvette gesunken
Norden laut Südkorea nicht in Vorfall verwickelt
Spekulationen über einen Angriff Nordkoreas - ein Torpedoangriff wurde in Betracht gezogen - hatten am Freitag die südkoreanische Währung Won belastet und für Nervosität an der Wall Street gesorgt. In südkoreanischen Medien hieß es jedoch unter Berufung auf Regierungsvertreter, dass es nach Auswertung von Satellitenbildern und anderen Informationen keine Hinweise auf Aktivitäten des nordkoreanischen Militärs in dem Seegebiet gebe.
Schiff gab Warnschuss ab
Dem Verteidigungsministerium zufolge war am Freitag aus noch ungeklärter Ursache ein Loch im Rumpf entstanden, nachdem das Schiff einen Warnschuss auf ein unbekanntes Objekt abgefeuert hatte. Nach jüngsten Vermutungen könne es sich dabei aber nicht um ein anderes Schiff, sondern um einen Vogelschwarm gehandelt haben.
Seit Jahrzehnten Streit um Grenze
Die Grenze im Gelben Meer war nach Ende des Korea-Kriegs 1953 von US-geführten UN-Truppen einseitig beschlossen worden. Nordkorea erkennt sie bis heute nicht an. In dem Gebiet kommt es häufig zu Zwischenfällen. Die schwersten Konflikte gab es 1999 und 2002. Erst im vergangenen November hatten sich Nord- und Südkorea erstmals seit sieben Jahren ein Feuergefecht im Gelben Meer geliefert. Damals wurden die beteiligten Schiffe beschädigt. Nach Manövern der südkoreanischen Streitkräfte mit der US-Marine hatten die Spannungen zwischen den beiden Nachbarn in jüngster Zeit zugenommen.
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