Sechs lange Jahre mussten wir auf ein neues Beastie Boys Album warten und jetzt, wo es da ist, hinterlässt es einen etwas schalen Geschmack. Waren die Erwartungen zu groß? Ist man inzwischen Fantasievolleres gewohnt? Sind die "Boys" einfach schon zu alt? Die Antwort muss sich wohl jeder selbst geben.
Tatsache ist, dass die Beastie Boys mit "Tothe 5 Boroughs" (Boroughs sind die größeren StadteileNew Yorks - Bronx, Brooklyn etc.) ihre physische und psychischeRückkehr nach New York feiern. Und dabei sich von niemandemetwas drein reden lassen - alle Tracks sind selbst geschriebenund produziert.
Leider klingen die meisten Tracks auch ziemlichgleich und erinnern zugleich an das letzte Album: Mike D, MCAund Ad Rock rappen Old School mäßig durch die 15 Nummern,die Beats sind minimalistisch, dafür die politischen Ansagenin den Nummern umso größer. Allein, von den Party-Moodsund witzigen und manchmal auch echt kranken Einfällen ("HeyLadies", "Sabotage") ist nicht mehr viel übrig geblieben.Zu steril sind die elektronischen Beats, zu einfallslos die verschiedenen(?) Melodien.
Am Ende bleibt ein Album, das von den meisten BeastieBoys Fans zunächst mit offenen Armen aufgenommen wird, danachaber wohl nicht zum Dauerrenner in den CD-Playern dieser Weltwird.
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