02.05.2019 10:49 |

Ski-WM 2025

Heißer Dreikampf mit Vorteil Saalbach

Bis Mittwoch mussten alle Bewerber für die Ski-WM 2025 ihre Unterlagen an den Internationalen Skiverband FIS einreichen. Zudem war die „Einreichgebühr“ von knapp 400.000 Euro zu überweisen. Wie erwartet, bekommt Saalbach-Hinterglemm Konkurrenz aus der Schweiz (Crans Montana) und Deutschland (Garmisch). Aber die Salzburger haben einen großen Vorteil.

Der Internationale Skiverband wird heute die Kandidaten für die alpine Ski-WM 2025 offiziell vorstellen. Sie sind ohnehin kein großes Geheimnis: Es wird ein Dreikampf zwischen Saalbach-Hinterglemm, Crans Montana und Garmisch-Partenkirchen. Aus einer US-Bewerbung (Vail/Beaver Creek) wurde offenbar nichts. Bei der Vergabe der WM 2025 in einem Jahr beim FIS-Kongress in Thailand haben die Salzburger somit einen klaren Vorteil: Als Einziger aus dem Trio haben sie bereits eine Bewerbung (für 2023) hinter sich – und das wird bei der FIS schon jetzt „honoriert“.


So muss der Zweitbewerber „nur“ 300.000 € Bewerbungsgebühr „berappen“ – für die Erstbewerber sind es 400.000. Zudem war die Schweiz mit St. Moritz 2017 am Zug, Garmisch 2011 zuletzt Austragungsort.

Für Saalbachs Skiboss und Salzburgs Skiverbands-Präsident Bartl Gensbichler ist klar: „Wir werden weiter verstärkt mit unserem Konzept mit einem Zielraum für alle Rennen werben. ÖSV-Boss Peter Schröcksnadel setzt sich voll für Saalbach ein. Und ich bin überzeugt, dass seine Kontakte uns helfen werden.“ Auch Ex-Abfahrts-Ass und ÖSV-Vizepräsident Michael Walchhofer ist sich sicher, dass Saalbach nach 1991 zum zweiten Mal den Zuschlag bekommt. „Es haben uns schon viele Mitglieder des 17-köpfigen FIS-Vorstandes nach der verlorenen Abstimmung gegen Meribel/Courchevel für 2023 zugesichert, dass sie bei der nächsten Vergabe Saalbach unterstützen werden.“ Das Budget liegt zwischen 40 und 50 Millionen Euro und wird im Verhältnis 40/40/20 zwischen Bund, Land und Gemeinde aufgeteilt.

Der Fahrplan bis zur Abstimmung steht: Ende Mai wird sich Saalbach beim Kongress in Dubrovnik erstmals wieder vor der FIS präsentieren. Bei der Herbsttagung Anfang Oktober in Zürich steht ein Hearing auf dem Programm – und im Mai 2020 in Pattaya will Saalbach dann über den Abstimmungssieg jubeln.

Herbert Struber
Herbert Struber
Peter Weihs
Peter Weihs
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