Mo, 20. Mai 2019
02.05.2019 09:00

Aufräumen in Mayrhofen

Felssturz! „Wie heftige Donnerschläge im Gewitter“

Riesige Felsbrocken donnerten - wie berichtet - in der Nacht auf Dienstag in Mayrhofen/Schweinberg Richtung Tal und beschädigten mehrere Häuser. „Es hörte sich an wie Donnerschläge im Gewitter“, schildert Bewohner Andreas Kreidl im Interview. Das Ausmaß des Felssturzes hat auch Fachleute überrascht.

Andreas Kreidl ist in der Siedlung Schweinberg in Mayrhofen aufgewachsen. Der Zillertaler verfällt nicht gleich in Panik, wenn die Natur einmal ihre Kräfte demonstriert. Doch in der Nacht auf Dienstag war ihm richtig mulmig zumute. „Ein Krachen hat uns aus dem Schlaf gerissen. Es folgten mehrere laute Einschläge“, erinnert sich der Unterländer. Rasch war klar, dass ein Steinschlag den Lärm verursacht haben muss.

Gesteinsbrocken – so groß wie ein Auto
Am nächsten Tag wurde das ganze Ausmaß offenkundig. Kreidl: „Dachplatten und Fassaden waren beschädigt, die Gebäude voller Dreck. 100 Meter oberhalb der Häuser lag ein Stein – so groß wie ein Auto.“ Der Landesgeologe ordnete eine Evakuierung der Häuser an. Kreidl und seine Familie fanden vorübergehend bei einem Onkel Unterschlupf.

Sicherungsarbeiten am Feiertag durchgeführt
Dienstag und am Feiertag rückte Johann Eberharter, Wildbachaufseher im Bezirk Schwaz, mit zwei Kollegen aus, um das betroffene Gebiet am Hollenzberg von losem Gestein zu befreien und zu sichern. Eine Arbeit, die für die Männer zum Frühling gehört. „Nach dem Winter ist die Gefahr von Steinschlag einfach höher“, spricht Eberharter von den Gesetzmäßigkeiten der Natur, in der Frost oder extreme Temperaturschwankungen schon mal Felsen sprengen können.

Die Dimension des Ereignisses am Hollenzberg sei aber außergewöhnlich. „Zum Glück sind keinen Menschen verletzt worden“, zieht der Fachmann den entscheidenden Schluss. Die Bewohner können nun wieder in ihre Häuser zurück.

Claudia Thurner
Claudia Thurner

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