Bei dem Unglück waren der Vorarlberger Thomas Giacomuzzi (31) und der Wiener Helmut Zürner (55), drei italienische Ärzte sowie ein dritter Pilot ums Leben gekommen. Die Mannschaft hätte ein Spenderherz von Rom in die Inselhauptstadt bringen sollen. Ein Patient wartete im Krankenhaus Brotzu bereits auf die Operation.
Die Maschine war um 5.30 Uhr vom Flughafen Ciampino gestartet. Etwa eine Stunde später verschwand die Cessna beim Anflug auf den Ziel-Airport von den Radarschirmen. Rettungsteams fanden schließlich in einer hügeligen Gegend etwa 30 Kilometer von Cagliari entfernt das Wrack.
15 Meilen vor dem Flughafen hatte der Pilot noch gemeldet, dass alles in Ordnung sei. Kurz darauf verschwand die Maschine. Die Wetterbedingungen waren gut. Unweit der Bergkette Sette Fratelli wurde leichter, jedoch nicht problematischer Nebel registriert. Laut den Experten flog das Flugzeug in zu niedriger Höhe, als es gegen die Bergkette prallte.
Ungenügende Infos über Berglandschaft
Die verurteilten Fluglotsen, zwei Römer im Alter von 51 und 36 Jahren, wurden beschuldigt, dem Vorarlberger und dem Wiener die Genehmigung zum Anflug auf den Airport gegeben zu haben. Dabei hätten sie jedoch ungenügende Informationen über die Berglandschaft der Gegend geliefert. Deswegen habe Zürner im Dunklen die Bergkette Sette Fratelli, gegen die die Cessna prallte, nicht gesehen, meinten die Ermittler.
Österreicher waren erfahrene Piloten
Zürner war ein erfahrener Pilot mit mehr als 10.000 Flugstunden. Außerdem war er viele Jahre als Fluglehrer tätig. Giacomuzzi stammte aus Bludenz, er gehörte der Sportfliegergruppe Bregenz und einer Fallschirmspringergruppe am Flugplatz Hohenems an. Kurze Zeit war er Marketingprojektleier der Linie "KLM alps", dann Pilot für einen Scheich in Saudi-Arabien.
Halter der Maschine war die Wiener Fluggesellschaft City Jet, die dem Eigentümer der Cessna, Cable TV-Airlines, Hilfeleistung und Know-how zur Verfügung stellte. Das Flugzeug hatte die letzte Jahresüberprüfung gut bestanden.
Symbolbild
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