"Entführte" Kinder
Menschenhandel: “Anwalt” der US-Baptisten verhaftet
Unter anderem soll er einen internationalen Menschenhändlerring unterhalten haben, der junge Frauen aus der Karibik und Mittelamerika mit falschen Versprechungen in die Prostitution gezwungen habe. Torres Puello war nach der Festnahme der US-Baptisten bei deren Angehörigen als vermeintlicher Anwalt vorstellig geworden und hatte sich seine Dienste vorab zahlen lassen. Anschließend trat er vor Gericht in Haiti als Rechtsvertreter der Baptisten auf. Aufgrund von Pressefotos wurden die Ermittler jedoch rasch auf ihn aufmerksam.
Der Fall der haitianischen "Waisen"
Gut zwei Wochen nach dem schweren Erdbeben in Haiti waren die US-Baptisten bei dem Versuch festgenommen worden, 33 haitianische Kinder über die Grenze in die Dominikanische Republik zu bringen. Die christlichen Missionare aus dem US-Bundesstaat Idaho gaben an, bei ihren Schützlingen handle es sich um Waisen, doch stellte sich rasch heraus, dass etliche Kinder Angehörige hatten. Alle Kinder kehrten inzwischen in ihre Familien zurück (siehe Video in der Infobox).
Die haitianische Justiz eröffnete ein Verfahren wegen des Verdachts auf Kindesentführung. Bis auf die Leiterin der Gruppe kamen alle Mitglieder mittlerweile frei und konnten in die USA zurückkehren.
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